Bildung an der Schnittstelle Analog und Digital

Einträge von gibro

Metadaten sichtbar machen

An dieser Stelle ein kleiner Tip für alle Medienpädagog_innen unter euch: Metadaten sind ja immer wieder in der Diskussion. Was ist das überhaupt und was sollte daran schon problematisch sein, reines Nerdgequatsche. Stimmt aber nicht. Metadaten sind eine wirklich interessante Informationsquelle. Weiterlesen »

Digitale Medien und Ablenkung

CC by Pfeifferfranz (wikipedia)

Ich sprach schon bei BZT drüber. Ich merke an mir, bei dem Schreiben von Texten, wie sehr sich mein Hirn den digitalen Möglichkeiten hingegeben hat. Kopieren, Ausschneiden und Einfügen sind bei allem, was ich tue, überlege, erfinde und konzipiere, also wenn ich als Wissensarbeiter funktioniere, zentrale Konzepte. Wenn ich etwas neues zum Beispiel auf einer Tagung höre, beginne ich es nachzurecherchieren, zu strukturieren, in Zusammenhänge (meine Diigo Outliner) einzubetten und schließlich aufzuschreiben. 

Meine Tochter musste letztens einen längeren Text schreiben. Während ich ihr erklärte, wie ich mich an solche komplexen Aufgabenstellungen mache, wurde mir klar, wie schwer es für mich geworden ist, längere Texte linear von oben nach unten zu schreiben. Ich arbeite häufig steinbruchartig an verschiedenen Absätzen/Kapiteln und häufig wird Geschriebenes mit cut + paste an andere Orte verschoben. 

Ich kann mich nicht mehr an die Zeit erinnern, wo ich Texte linear von oben nach unten schreiben konnte, aber bei meiner Deutsch Abiklausur musste ich es noch gekonnt haben, denn die habe ich komplett auf Papier geschrieben, seitenlang. Heute fällt es mir schwer, Gedanken auf Papier zusammenzuschreiben, weil die Struktur beim Schreiben entsteht und sich verändert. Dafür ist Papier nur bedingt gut geeignet. Outliner bilden exakt die Arbeitsweise ab, die mir beim Strukturieren von Informationen hilft. Hier kann ich ganze hierarchische Bäume verschieben, anderen Strukturen unterordnen oder einfach auch nur in andere Zusammenhänge kopieren. Ich kann beliebig komplex werden und Komplexität sichtbar machen oder verbergen.

Die Außensicht auf das meinen Weg Zusammenhänge hervorzubringen muss sehr chaotisch wirken. Es ist geradezu die Ablenkung, also das Springen zwischen den Kontexten, das mir hilft, Zusammenhänge herzustellen. Was wenn wir in Lernprozessen Menschen zwingen, linear zu lernen, und das tun wir, solange Papier unser Datenträger von Wissen bleibt. Erst die Nutzung digitaler Werkzeuge ermöglicht, alinear zu rezipieren, das wissen wir spätestens seit unseren Untersuchungen zu Hypertexten.

Ich glaube, in der heutigen Schule würde ich mit meiner digitalen Sozialisation untergehen. Vielleicht geht es einigen Kindern genauso?

Wie ich verstand, das digitale Netze die Bildung revolutionieren werden

Mir geht es um das Gefühl, das man hat, wenn irgendetwas so fundamental anders ist, als man es bisher gewohnt war. Vor vielen Jahren war Michael Wesch (Kansas State University) der erste mir bekannte Professor, der mit seinen Studierenden zusammen Youtube Videos machte, die in der Lage waren das Missverhältnis von analog und digital in Bilder zu kleiden. Weiterlesen »

Seminarplanungstools

Für die pädagogischen Planungen meiner Seminare arbeite ich schon seit Jahren mit Tabellen, in denen ich die Zeiten, Themen, Materialien und Bemerkungen/ToDos festhalte. Seitdem ich fast ausschließlich auf digital vorliegendes Material zurückgreifen kann, ist das besonders effizient. Die lokal erstellten Tabellen sind im Laufe der Jahre ins Netz gewandert. Dort ist es vor allem Google Docs, dass mich bei der kollaborativen Planung von Seminaren unterstützt. Weiterlesen »

Bring Your Own Device

Unter diesem Titel haben Felix und ich letzten Freitag eine weitere Episode unseres Podcasts Bildung – Zukunft – Technik veröffentlicht. Dank der Einbettungsfunktion von Fyyd könnt ihr den Podcast jetzt auch direkt hier hören:

10 Jahre BYOD im DGB Bildungswerk

Ich habe für wb-web.de meine Erfahrungen mit Bring your own device in der politischen Bildungsarbeit zusammengefasst:

Diigo und mein Wissensmanagement

In regelmäßigen Abständen habe ich in den letzten Jahren, immer mal wieder meine Personal Learning Environment (PLE) vorgestellt. An dieser Stelle wär mal wieder ganz dringend ein Update erforderlich, aber ich merke wie zentral in den letzten Wochen Diigo für mich geworden ist. Deshalb habe ich mich entschieden zwei Artikel zu veröffentlichen einen in dem ich meine Workflows in Diigo erkläre und einen zweiten, später, in dem ich den Rest meiner Lernumgebung aufzeige. Weiterlesen »

Digitalisierung und Überwachung sichtbar machen – 3D-Drucker und Drohnen in der Politischen Bildung

Achtung, es folgt ein längerer Text, der zuerst im Jahrbuch von Arbeit und Leben erschienen ist und die hier im Blog schon häufiger beschriebenen Phänomene der Digitalisierung neu rahmt und versucht daraus ein paar konkrete Seminarideen abzuleiten. Weiterlesen »

One Button Travel

Es ist irgendetwas zwischen Buch und Spiel und es ist eine App. Es hat mich ein wenig an diese damaligen Fantasiebücher erinnert, bei denen man immer von einer Nummer zur anderen gesprungen ist, nachdem man vorher aus verschiedenen Varianten ausgewählt hat.

Das Spiel oder besser die App ist sehr schön gestaltet und kommt als Messenger daher. Dein Gegenüber ist eine Maschine, zumindest kannst du dir nicht erklären, was es sonst sein sollte, das da mit dir redet.

Du wirst Teil einer Geschichte, bei der du jemandem aus der Zukunft helfen sollst, wieder in die Gegenwart zurückzukehren. Dabei musst du jede Menge Entscheidungen treffen. Natürlich meldet sich dein Gegenüber nicht ständig, sondern wie in jedem vernünftigen Chat nur dann, wenn es zeitlich passt. 

Falls also im Laufe der Geschichte ein Wachmann die Zelle betritt, wird in dieser Zeit die Geschichte, bzw. der Chatdialog warten müssen, bis die Wachen wieder verschwunden sind. Die Geschichte wird also in Echtzeit erzählt.

Zwischendrin hatte die Geschichte auch mal Längen, aber dennoch gab es nie einen ernsthaften Grund nicht mehr weiterzuspielen.

Wenn ihr die Benachrichtigungsfunktion für die App aktiviert fühlt es sich noch mal stärker wie ein Messenger an.

Das Ende lohnt sich und ich frage mich bis heute, ob es mehr als nur das eine Ende gibt, das ich gelesen habe. Und ob ihr am Ende eine ganz andere Geschichte gespielt habt als ich. 

One Button Travel gibt es leider nur für iOS. Ich hoffe,ihr habt euch für das richtige OS entschieden.

Das Herbst-Educamp in Hattingen

Vom 7. – 9.9. findet das Educamp in Hattingen statt. Nachdem wir schon 2014 mit der Aktion “Jetzt auch mit..” jeden Kinderrekord in den Schatten gestellt hatte, haben wir dieses Jahr knapp 20 Kinder bis 16 Jahre dabei. Weiterlesen »

Neue Episode bei BZT: Bloß keine Revolutionen

Auch, wenn es schon wieder ein Weilchen her ist, es gibt eine weitere (neue kann man ja schon nicht mehr sagen) Episode von BZT.
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DIY Hologramme

Letztes Wochenende kam meine Tochter mit einem dieser Life-Hack Youtube Videos um die Ecke. Und weil wir Zeit hatten, haben wir in der hauseigenen Werkstatt zum Werkzeug gegriffen und einen Plastiktrichter aus einer alten CD Hülle gebaut. Weiterlesen »

Worum gehts hier?

@gibro schreibt über den (bisher) schmalen Pfad an dem sich die analoge und die digitale Welt treffen. Welche Möglichkeiten sich daraus für die Bildungspraxis ergeben ist Inhalt dieses Blogs.

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