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Kleine Anleitung für Skript Kiddis

Ich finds toll. Das man in der Regel schon mit einfachen Mitteln einen Rechnerabsturz herbeiführen kann, liegt in der Natur der Sache. Beeindruckend ist, dass man das schon mit einer einfachen Webseite hinbekommt und heise liefert auch noch die Anleitung dafür, wie es geht. Und weil es so gut ist, möchte ich diese Anleitung gerne wiederholen:

<HTML> <BODY> <IMG SRC="./sweetydead.jpg" width="9999999" height="9999999"> </BODY> </HTML>

Microsoft macht zwar schlechte Software, doch der Nutzer glaubt, dass müsse so sein, solche Beispiele machen deutlich, dass man da schlichtweg was übersehen hat.

„Telekom verliert eine Million Kunden“

Aus dem Urlaub zurück und mal wieder was schreiben. Jetzt titelt es endlich auch die ARD, der Telekom rennen die Kunden weg. Kein Wunder, aber warum erst jetzt. Ich glaube nicht, dass es nur an den günstigen Angeboten der Konkurrenz liegt, sondern auch an dessen Service. Bei der Telekom ist ja solange alles in Ordnung, wie die Leitungen keinen Ärger machen, wenn aber mal der Internetzugang nicht mehr geht, dann gibt es ein Dementi nach dem anderen. Andere Provider gehen damit zum Beispiel anders um. Es gibt Troubletickets, die öffentlich einsehbar sind. Damit sagen sie auch, wir sind nicht fehlerlos, aber wir arbeiten daran.

Letztens hat mich als treuer Telekomkunde ein Institut angerufen, das im Auftrag der Telekom eine Studie durchführt zu deren Service per Telefon. Denen habe ich vielleicht was erzählt. Wenn ich die Dame am Telefon richtig verstanden habe, war ich auch nicht der einzige, der sehr unzufrieden mit der Telekom ist. Diese Studie werden sie wahrscheinlich auch nie veröffentlichen. Wie gesagt manchmal ist Transparenz auch nicht das schlechteste, jedenfalls deutlich besser als Erfolgsmeldungen über sich selbst zu veröffentlichen, die dermaßen vor Eigenlob stinken, dass es auch wirklich jeder merkt, welche Schwächen vertuscht werden sollen. cyklokapron

Wie auch immer ein Umstieg ist letztendlich auch keine Lösung, da die Leitungen ja in den meisten Fällen immer noch der Telekom gehören.

    Patch-Day die #2: Updates für alle Windows Systeme

    „Nachdem wir vor einigen Minuten über die verfügbaren Updates für die Microsoft Produkte Word, Internet Explorer und Exchage-Server berichtet haben, sind inzwischen auch die angekündigten Updates für das Betriebssystem Windows erschienen.“

    Aus: WinFuture.de

    Wenn das kein Grund zum feiern ist. Microsoft hat gepatcht, und es wäre natürlich grob fahrlässig wenn man sich nicht sofort die neusten Patches einspielt.

    Aber was sagt ich, dass machen die Windowsse ja alle automatisch. Ohne das der Benutzer etwas merkt wird heimlich das System upgedatet, ob man dabei tatsächlich eine Verbesserung erhält ist zweifelhaft. Aber der Nutzer hat zumindest das Gefühl, das sich sein System verbessert.

    Live-Linux-System Kanotix in neuer Version

    "Kanotix ist in der Version 2005-02 erschienen….Es soll sich vor allem durch eine leichtere Installierbarkeit auf der Festplatte auszeichnen." (heise.de)

    Ich persönlich nutze auch Kanotix. Für die Installation auf der Festplatte ist es fantastisch geeignet. Es ist meist experimenteller als Knoppix, aber bisher bin ich damit sehr gut gefahren.

    Was leider nicht so gut funktioniert, aber das Problem besteht auch bei der neuen Knoppix, dass einige Funktionalitäten bei der Installation auf HD verloren gehen (z.B. Hotplug und einige Drucker sogar von HP). Dennoch bin ich Fan der Kanotix Versionen.

    Was ich bei jeder Version besonders gut finde sind die meist neu zu entdeckenden kde Programme. In diesem Fall z.B. Akregator. Davon vielleicht mehr in einem nächsten Bericht.

    Aus: heise online – Live-Linux-System Kanotix in neuer Version

    Homepages bauen

    Warum heißt es eigentlich Homepages bauen und nicht schreiben? Man sagt doch auch nicht Text bauen. Wahrscheinlich liegt das dran, das man sich bei der Homepage Erstellung wie ein Baumeister fühlt.

    1. Erst das Gerüst (Tabelle oder Frameset)
    2. die Anordnung der Text- und Bildelemente
    3. die Linkstrategie

    Und wie bei jedem guten Bauwerk benötigt man einen Bauplan. Und wenn man sich nicht an seinen Bauplan hält, dann muss man eine Menge rumpfuschen, damit es am Ende doch alles irgendwie passt.

    Aber eins muss jetzt auch mal an dieser Stelle gesagt werden. Der Mozilla Composer ist noch voller Bugs und es macht wirklich keine große Freude mit dem Programm zu arbeiten. Aber wie das halt so ist, wer mit Open Source arbeitet muss Opfer bringen und zwar über das melden dieser Bug hinaus. Denn Mozilla Composer ist jetzt schon seid Jahren schlecht. Aber auch andere WYSIWYG-Editoren, wie z.B. der von Open Office ist enttäuschend. Relative Links zu setzten verlangt wirklich äußerstes Geschick.

    Also nur klares ist wahres, d.h. alles im Quelltext machen und die armen Idioten, die kein html können sollen bitte draußen bleiben oder bezahlen.

    Standardeinstellungen

    Standardeinstellungen von MS Outlook sind nur eines von vielen Beispielen der Absurdität von solchen Einstellungen. Jedes Programm ist mit sogenannten Standardeinstellungen ausgerüstet. So wird beim ersten Start gewährleistet, das man nicht 1000 Fragen gestellt bekommt, bevor man im Internet los surfen kann. Es wird aber auch nicht ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Standardeinstellungen verändert/angepasst werden müssen. Aber um z.B. einen Videorekorder vernünftig nutzen zu können, lese ich mir erstens die Betriebsanleitung durch und richte mir zweitens das Gerät auf meine Bedürfnisse abgestimmt ein. Offensichtlich setze ich beim Computer voraus, dass das alles schon geschehen ist, denn man kann ja das Programm ohne weiteres nutzen. Ich muss es allerdings immer anpassen. Voreinstellungen werden meist im Sinne des Herstellers vorgenommen, das ist natürlich bei Firefox, also bei Open Source etwas anderes, aber warum sollte eine Firma, dessen Überleben letzendlich von der Höhe des Umsatzes abhängt einen Browser gratis zum Download anbieten, ohne etwas davon zu haben? – Entweder weil sie so mächtig ist, dass sie es sich leisten kann, oder weil sie ihre Marktmacht so weiter ausbauen kann, um schließlich auf diesen Browser aufsetzend weitere, nur von diesem Browser lesbare Dienste anzubieten. Genau das ist auch mit dem Internet Explorer passiert. Kein anderer Browser hat die Technologien die im Internet genutzt werden so mitgestimmt wie der IE. Das hat nicht unbedingt zu einer diversifizierung der Dienste im Internet geführt, sondern eher zu einer Optimierung der Webseiten für den IE und damit zu einer Gleichschaltung. Wer weiss, wo das Internet heute sein würde, wenn es nicht durch solche Monokulturen ausgebremst würde…

    Hype um LEARNTEC

    Offensichtlich ist in der E-learning Szene immer noch keine Ernüchterung eingetreten. Nach wie vor werden Plattformen, Didaktiken und Neusprech durch das Dorf getrieben. Siehe dazu LEARNTEC-ONLINE. Distance Learning, letztes Jahr hieß es Blended Learning und davor auch einfach mal E-learning. Aber neue Zauberworte beleben das Geschäft und da Bilden ja wichtiger ist denn je und das lernen (ich nenne es jetzt mal) in digitalen Netzen nach wie vor als günstige Variante zu klassischen Lernformen angepriesen wird boomt das Geschäft. Ich weiss nicht, die Abbrecherquoten sind immens und trotzdem bleiben die Formate dieselben. Offensichtlich lernt man nicht aus der Erfahrung, sondern macht immer so weiter wie bisher. 400,- € Eintritt für die Learntec machen auch deutlich wir wollen unter uns bleiben bitte nur das Business. Trotzdem, wer Bildung macht und nicht dagewesen ist gilt als "traditionell" und das ist heute nicht mehr von werbendem Charme. Irgendwie erinnert mich dass an die großen Modemarken, die sich der kleine Mann/Frau sowieso nicht leisten kann, aber vielleicht den billigen Abklatsch. Letztendlich unterscheiden sich die Produkte nicht voneinander, noch nicht einmal in der Qualität. Auch Bildungsmessen gibt es viele, aber das wirkliche Schaulaufen findet auf der Leartec statt. Komisch warum gibt es eigentlich nur eine Messe für Andragogen und keine für den Lernenden, so wie es auch Verbrauchermessen gibt. Die Learntec ist doch eine reine Multiplikatoren-Messe. Dabei ist das Lernen in digitalen Netzen so einfach. Man muss nur mal einen Blick auf die Open Source Gemeinde im Allgemeinen werfen (ich weiss wie facettenreich die ist) und schon wird eins klar, hier wird jede Menge Wissen transportiert. Und wie? Ganz einfach über Mailinglisten und kooperative Arbeit am Code. Warum funktionierts? -Weil die Jungs (Frauen gibt es in der Szene so gut wie nicht) intrinsisch motiviert sind sie wollen etwas verbessern oder z.B. ein Problem lösen. Die Regeln sind denkbar einfach: Alles wird dokumentiert, damit es auch jeder andere nachvollziehen kann. Und sie besitzen eine Fähigkeit: Sie können fantastisch mit den digitalen Medien umgehen. Technisch stellt sich hier also keine Barriere in den Weg. Wenn ich nur mit sehr viel Anstrengung lesen kann, denn macht es keinen Sinn, mittels eines Printmediums zu lernen, es sei denn ich möchte lesen lernen. Wenn mich also diverse Lern-Plattformen an meine technische Leistungsgrenze bringen, wie soll ich dann mit ihnen lernen. Wie soll ich überhaupt in digitalen Netzen lernen, wenn ich sie nicht "wie im Schlaf" bedienen kann?

    Hyperlernen

    Ich habe heute auf meiner Homepage Hyperlernen moodle installiert. Dabei handelt es sich um eine riesige (ich übertreibe nicht) online Lernplattform. 33 MB entpackt, auf php-Basis mit mindestens 60 Tabellen. Hat 3 Stunden gebraucht, bis es hochgeladen war. Jetzt bin ich dabei einen Online-Kurs zum Firefox zu entwickeln. Die sagen das dauert 3 Stunden bis alles fertig ist, wenn die Dokumente schon vorliegen. Das ist malwieder typisch. Einfach so tun, als befänden wir uns in einem realen Klassenraum. Tun wir nicht, und ein Grund weswegen das Online-Lernen in der Krise ist, ist in der Übersetzbarkeit zu suchen. Es ist eben nicht so, dass auf die gleiche Art in Weise on- wie offline gelernt wird. Es werden ganz andere Fertigkeiten benötigt. Genauso wie es eine Irrtum ist, dass je multimedialer solche Lernumgebungen sind umso praxisnäher sie auch seien. Man verharrt vor dem Rechner, wo ist da die Praxis. Alles bleibt ein Wort. Bis dahin gibt es kein machen. Es sei denn man belegt einen Englisch-Kurs uns chattet dann auf englisch. Tolle Ausnahme. Auch moodle ist letztendlich der Versuch das Onlinelernen nahtlos anzuschließen an die Briefschulen der 60-er Jahre. Da muss ich mir also noch was einfallen lassen, damit ich mir nicht selber wiederspreche. Übrigens moddle steht natürlich unter der GPL 😉

    Buchstaben bilden einen digitalen Symbolraum

    Als erstes muss mal klargestellt werden, dass es einen Unterschied zwischen digital und binär gibt, oft genug werden diese beiden Begriffe miteinander vermischt. Digital ist eine Eigenschaft von Symbolen, die diskret, das heißt nur einen spezifisch definierten Zustand einnehmen können. Binär ist ein Symbolraum, der nur aus zwei Zuständen besteht, beispielsweise der 1 und der 0, mit denen ein Computer rechnet. Binär istWeiterlesen

    Grafische Oberflächen

    Ich schrieb ja schon über Neal Stephenson und sein Buch zu den grafischen Oberflächen. Er schreibt an einer Stelle, nachdem Apple und Microsoft ihr Betriebssystem so eng mit der grafischen Oberfläche verzahnt haben, dass man das Betriebssystem schon gar nicht mehr mittelbar bedienen kann. Stephenson vermutet, dass sich damit die Hersteller auch vor einem tieferen Zugriff auf das Betriebssystem schützen wollen. Also eine Art Kontrollfetischismus gegenüber den Nutzern. Stephenson schreibt aber auch, GNU/Linux sei das einzige System, was in der Weise das Betriebssystem von der graphischen Oberfläche trennt. Seid ich mit Linux arbeite habe ich, Windows geschädigt eine ganze Weile gebraucht, bis mir klar, war, dass ich nicht jedes Update einspielen und in der Regel das gesamte System erneuern muss, sondern dass es reicht, einfach ab und zu der Oberfläche eine neue Gestalt zu verleihen um das Gefühl von neu zu haben. Ich finde übrigens, dass das eines der interessantesten Phänomene am Computer sind, es ist nicht der neue Rechner, sondern letztendlich nur die Software, die den Rechner den anschein von Neu gibt. Und wenn mir mal wieder nach Neu ist, dann gee’he ich zu KDE-Look.org

    und lade mir ein paar neue Oberflächen herunter oder mal wieder ein Programmupdate und schon ist wieder alles neu. Stphenson geht davon aus, dass Microsoft sich wesentlich nachhaltiger auf dem Markt halten könnte, wenn sie ihre Anwendungen Plattformübergreifen anbieten würden. Denn falls das Betriebssystem einmal in die Krise kommt, geht mit diesem wenigstens nicht der Anwendungssektor unter. Doch es ist sicher nicht nur eine Frage der Zeit, bis das Monopol fällt, da Netzwerke nuneinmal auf Standards angewiesen sind und die haben sich nicht zuletzt auf der Basis von Windows entwickelt. In der Regel verhalten sich Firmen und nur diese könnten das Monopol Microsoft zerstören in dieser Hinsicht mehr als konservativ, also „Never Change a winning system“. – Gut winning system könnte man sagen, aber dann halt nur system.

    Karneval: Köln hat gewonnen

    Wenn man Karneval googelt, dann hat Köln die Nase vorn. Sie sind nämlich auf Platz eins. Das ist aber eine sehr individuelle Sicht der Dinge. Ich nutze den Tag um meine Homepage mal wieder so richtig in Ordnung zu bringen. Das Weblog erstrahltt in einem neuen Design, ein Wiki ist installiert. Aber dieser Karneval. Ich habe parallel das TV laufen und mittlerweile kann ich die wandelnde Blasorchestermusik schon nicht mehr hören. Das tut richtig weh im Ohr. Noch schlimmer muss es sein, wenn man direkt daneben steht und sich mit Bonbons beschmeißen läßt, lieb gemeint, aber die Hälft ladet sowieso auf dem Boden und trinken kann ich auch woanders. Auch als Reporter muss das ja die Hölle sein. Was soll man nur die ganzen 6 Stunden erzählen? Sicher ist eins, interessieren tut die Leute sicherlich wieviel Geld da was kostet. Ich habe gelesen, dass der WDR sämtliche Senderechte und damit auch Bildrechte an den Karnelvalszügen gekauft hat. Schwierig wird es in diesem Fall bei den ganzen Weblogs, die sich gerade über die verschiedenen Handyschnittstellen mit Bildern und Texten zum Umzug auffüllen. Das wird ein Problem, wie will man das in den Griff bekommen. Ich sage nur: Dezentral ist die Macht

    Die Diktatur des schönen Scheins

    Ich lese gerade „Die Diktatur des schönen Scheins“ von Neal Stephenson. Er versucht zu erklären, wie die grafischen Oberflächen die Computernutzer entmündigen. Es ist wunderbar geschrieben und für alle, die schon immer wissen wollten, wie aus der Eniac der uns heute bekannte PC geworden ist, mit all seinen weitreichenden Folgen. So vergleicht er bespielsweise den Computer mit einem Auto. Er drückt einen gewissen Status aus. Die die Prahlerei über PS und Zylinder bei Autos wird hier übertragen auf die Ram, und Prozessorleistung. Nebenbei beschreibt er die Religionen der Windows, MAC und UNIX Nutzer. Es lohnt sich wirklich und ist auch überhaupt nicht teuer. Die Diktatur des schönen Scheins