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Moodle in Deutschland

Meine These ist, dass es relaitv leicht ist über das Installskript einen Moodle-Server aufzusetzen, das es aber sehr aufwändig ist, entsprechende Lerneinheiten zu gestalten. Entsprechendes spiegelt sich jedenfalls bei meiner aktuellen Erhebung wieder. Selbst wenn man bei moodle in Deutschland schaut, findet man dort nicht mehr als 16 kurse, und keiner davon scheint benutzt zu werden. Deshalb meine

2. These: Moodle kann zwar alles, aber dafür ist es so aufwändig geworden, dass es dem Nutzer die Bedienung erschwert.

Dazu kommt vielleicht, dass sich das Lernen meist auf unterschiedlichen Ebenen bewegt. Also einmal Forum, dann wieder Wiki oder vielleicht auch erst das Arbeitsblatt und dann ein Treffen mit dem Online-Tutor. Ich weiss zwar, dass es jeder selbst so organisieren kann wie er will, dafür ist moddle zumindest programmiert, aber ich sehe im Moment nicht, wie man die Lernenden , auch die ohne Erfahrung in die Planung von Moodle-Einheiten miteinbeziehen kann. 

colchicine

Und so bleiben viele Moodle-Plattformen im Versuchsstadium hängen und werden nicht weiterentwickelt oder sind schon von weitem als Abfallprodukt erkennbar.

Wenn jemand jedoch gute und offen zugängliche Moodle-Kurse kennt, dann soll er sie doch bitte mailen.

BildungsBlog: Blog-Seminare

Bezieht sich auf den Aufruf im Bildungsblog Blog-Seminare zu listen und wenn möglich Material zu veröffentlichen.

Wir haben im letzten Jahr am DGB Bildungszentrum in Hattingen einen Blog-Workshop mit Siggi Becker veranstaltet.  Es handelte sich um die Bedeutung von Weblogs in der Politik. Die dazugehörige Linkliste kann hier eingeschaut werden:
http://www.forum-politische-bildung.de/links/links6.htm

Eines der Themen dieses Weblog ist auch das Lernen im Netz, deshalb möchte ich nicht versäumen an dieser Stelle auf das Engagement von BildungsBlog hinzuweisen.

Digitale Formatierung – Gedankenvernichtung

Am Wochenende wollte ich eine neue Linux Version einspielen. Eigentlich keine große Sache, meine Festplatte ist entsprechend partitioniert. Es gibt zwei Partitionen für Daten und zwei für Betriebssysteme. Sollte es mal beim Aufspielen eines neuen Linux Schwierigkeiten geben, so kann man immer noch das alte funktionierende Betriebssystem weiterbenutzen. Solange man sich auf der richtigen Partition tummelt sollte es damit auch keine Schwierigkeiten geben. In meinem Fall habe ich die falsche Partition bespielt. Und so konnten meine Augen dem unsäglichen Fortschrittsbalken kaum folgen, bis auch schon mein halbes Leben wegformatiert war. Man realisiert sofort, ich hatte nur nicht genug Zeit, den Rechner über den Notaus zu stoppen.

Das digitale Zeitalter ist zwar ein Segen, weil alles unmittelbarer und unkomplizierter ist, aber wenn man einmal die OK Taste zuviel gedrückt hat (vielleicht auch in Ermattung des immerwiederkehrenden OK-Buttons), können anschließend nur noch Speziallabors die Daten zurückholen. In diesem Fall geht es um Daten der letzten 8 Jahre (Dipl. Arbeit, Mails, Fotos, Gedanken…) Jeder weiss, dass man seine Daten zu sichern hat, aber man macht es nur selten, weil es so unglaublich unproduktiv ist. Man produziert viel „Müll“ und nimmt sich vor beovor man die Daten sichert, diese erstmal gründlich zu durchforsten, was man noch braucht, und was für immer im Nirvana verschwinden kann.

Das ungewöhnliche am Digitalen ist, das es restlos verschwindet. Es ist so weg, als sei es niemals dagewesen. So richtig konnte ich das erst begreifen, als es mir passiert ist. Wenn man etwas aus seinem Speicher oder Keller wegschmeißt, so hinterläßt man Spuren, aber bei der Vernichtung von digitalen Daten bleibt nichts übrig. Im Zusammenhang  mit Datenschutzfragen ist das sicherlich auch richtig, aber hier geht es um etwas anderes: Je nachdem wie der PC in die Lebenswelt eingebettet ist, ist er mehr als nur Medium, er wird zum Abbild des Gehirn. Bei Harry Potter gibt es dafür das Denkarium, hier können Gedankenfäden in einer Schlüssel abgelegt werden, damit sind sie materialisiert, aber der PC speichert sie als 0 und 1 und damit sind sie immateriell.  Die Ideenvernichtung ist somit täglich vorprogrammiert.

Auf der Suche in diversen Forum nach dem Befehl, der mir meine Ideen und damit enen Großteil meines Lebens zurückgibt bin ich auf viele Opfer der Gedankevernichtung gestossen. Sie waren nicht traurig, sondern eher sauer. Dabei haben sie gerade ein Stück ihres Lebens vernichtet. Vor 6 Jahren bin ich umgezogen, da habe ich alle Unterlagen durchforstet und was ich nicht mehr benötigte, habe ich zerissen und weggeschmissen. Während des Vorgangs des Zerstörens hat man genug Zeit auch darüber nachzudenken, ob man es nicht doch behalten sollte. Man musste auch jedes Erinnerungsstück nocheinmal in die Hand nehmen. Das macht zwar viel Arbeit, aber man weiss, was man gerade vernichtet. Bei der Formatierung meiner Partition war das anders. Einmal OK geklickt, nochmal bestätigt und innerhalb weniger Millisekunden werden gigabyteweise Daten vernichtet, so als hätte es sie nie gegeben. Aber es gab auch keinen der mich daran hindern konnte. Wenn man länger darüber nachdenkt, dann ist es fahrlässig, dass soetwas überhaupt möglich ist.

Es hat mir aber wiedereinmal deutlich gemacht, dass diese Generation verloren ist, wenn sie weiterhin auf wiederbeschreibbare Datenträger setzt. Gegen eine CD ist ja nichts einzuwenden, da steht zwar nach 20 Jahren auch nichts mehr drauf, aber bis dahin habe ich genügend Zeit, die Daten auf einen anderen Datenträger zu kopieren. Bei all den mobilen Festplatten und USB-Sticks und SD-Cards und wie sie alle heißen, sind die Datenbestände schnell formatiert und neu bespielt, sie sind schließlich wiederbespielbar, das macht es ja so praktisch, gleichzeitig aber auch fatal.

Während ich 10 Jahren noch eine ganze Batterie an Kassetten, mit Musik aus meiner wilderen Zeit hatte, hinterlassen die neuen Speichermedien keine Spuren und wenn ich doch all meine mp3s irgendwo abspeichere, erhöht sich mit jedem Tag das Risiko, dass sie überspielt werden.

Da verschwinden die Gedanken in Form von Daten einer ganzen Generation und ich rede hier nicht über professionelle Hochsicherheitsserver, deren Festplatten sich 5 mal am Tag spiegeln um jeden möglichen Datenverlust zu verhindern, sondern ich rede über die vielen Privat PC’s mit all den E-Mails an die Kinder oder den Bildern vom letzten Weihnachtsfest, den semiprofessionell gestalteten Einladungskarten oder auch den Briefen an die Telekom oder das RWE.

Leben ohne das jemand anders weiss, das man gelebt hat ist so, als hätte man gar nicht gelebt. Viele Künstler sind erst bekannt geworden, nachdem sie verstorben war, weil sie ein Werk hinterlassen haben, wir werden nichts hinterlassen, denn wenn wir sterben, werden all unsere Daten gelöscht, und wenn wir keine Cd von unserem Leben angefertig haben, dann sind wir gar nicht dagewesen.

Audible.de – Angewandtes DRM (Digital Rights Management)

Gestern habe ich mich bei audible.de registiert. War ein tolles Angebot: Einen Monat kostenlos nutzen und ein Hörbuch + Hörzine geschenkt bekommen.

Ich habe dann noch meine Kreditkarten Nr. preisgegeben und dann konnte es auch schon losgehen. Ich benötigte eine Software, um mir das audible eigene Format anhören zu können. Fand eine exe-Datei vor, die leider nicht auf meinem Betriebssystem Linux zu installieren ist, habe dann nach alter Unix Manier in den FAQ geschaut und dort stand, Windows ja, Mac auch ja, aber Linux funktioniert nicht.

Audible ist einer der größten Hörbuch-Sofort-Download Anbieter  Deutschlands und sie kriegen es offensichtlich nicht hin, auch für Linux Mediaplayer (z.B. Kaffein) eine Schnittstelle zu programmieren. Sie bieten für den unsicheren Interessenten eine Reihe an Informationen, wie einfach es doch ist die Dateien auf dem PC oder Mac anzuhören, dabei haben sie offensichtlich ganz vergessen kurz zu erwähnen, dass es mit Linux-basierten PC’s nicht funktioniert. Die FAQ konnte ich erst einsehen, nachdem ich angemeldet war.

Das Problem ist die Sorge vor unberechtigter Kopie, das kann ich auch nachvollziehen, sie würden sich schließlich das Geschäft zerstören, wenn ich meinen Freundend den diversen p2p Börsen diese Dateien einfach so zur Verfügung stellen könnte. Aber es muss doch möglich sein alla itunes auch eine Schnittstelle zur Unix Minderheit zu schaffen.

Wenn das die Ausgeburt der DRM ist, kann es schlimmer nicht kommen, weil mit ihr die Frage nach dem Betriebssystem-Monopol verschärft wird. D.h. du kannst deinen Computer zum lesen fremder (also auch geschützter) Daten nur dann  nutzen, wenn du ein Windowssystem installiert hast.

Kleine Anleitung für Skript Kiddis

Ich finds toll. Das man in der Regel schon mit einfachen Mitteln einen Rechnerabsturz herbeiführen kann, liegt in der Natur der Sache. Beeindruckend ist, dass man das schon mit einer einfachen Webseite hinbekommt und heise liefert auch noch die Anleitung dafür, wie es geht. Und weil es so gut ist, möchte ich diese Anleitung gerne wiederholen:

<HTML> <BODY> <IMG SRC="./sweetydead.jpg" width="9999999" height="9999999"> </BODY> </HTML>

Microsoft macht zwar schlechte Software, doch der Nutzer glaubt, dass müsse so sein, solche Beispiele machen deutlich, dass man da schlichtweg was übersehen hat.

„Telekom verliert eine Million Kunden“

Aus dem Urlaub zurück und mal wieder was schreiben. Jetzt titelt es endlich auch die ARD, der Telekom rennen die Kunden weg. Kein Wunder, aber warum erst jetzt. Ich glaube nicht, dass es nur an den günstigen Angeboten der Konkurrenz liegt, sondern auch an dessen Service. Bei der Telekom ist ja solange alles in Ordnung, wie die Leitungen keinen Ärger machen, wenn aber mal der Internetzugang nicht mehr geht, dann gibt es ein Dementi nach dem anderen. Andere Provider gehen damit zum Beispiel anders um. Es gibt Troubletickets, die öffentlich einsehbar sind. Damit sagen sie auch, wir sind nicht fehlerlos, aber wir arbeiten daran.

Letztens hat mich als treuer Telekomkunde ein Institut angerufen, das im Auftrag der Telekom eine Studie durchführt zu deren Service per Telefon. Denen habe ich vielleicht was erzählt. Wenn ich die Dame am Telefon richtig verstanden habe, war ich auch nicht der einzige, der sehr unzufrieden mit der Telekom ist. Diese Studie werden sie wahrscheinlich auch nie veröffentlichen. Wie gesagt manchmal ist Transparenz auch nicht das schlechteste, jedenfalls deutlich besser als Erfolgsmeldungen über sich selbst zu veröffentlichen, die dermaßen vor Eigenlob stinken, dass es auch wirklich jeder merkt, welche Schwächen vertuscht werden sollen. cyklokapron

Wie auch immer ein Umstieg ist letztendlich auch keine Lösung, da die Leitungen ja in den meisten Fällen immer noch der Telekom gehören.

    Patch-Day die #2: Updates für alle Windows Systeme

    „Nachdem wir vor einigen Minuten über die verfügbaren Updates für die Microsoft Produkte Word, Internet Explorer und Exchage-Server berichtet haben, sind inzwischen auch die angekündigten Updates für das Betriebssystem Windows erschienen.“

    Aus: WinFuture.de

    Wenn das kein Grund zum feiern ist. Microsoft hat gepatcht, und es wäre natürlich grob fahrlässig wenn man sich nicht sofort die neusten Patches einspielt.

    Aber was sagt ich, dass machen die Windowsse ja alle automatisch. Ohne das der Benutzer etwas merkt wird heimlich das System upgedatet, ob man dabei tatsächlich eine Verbesserung erhält ist zweifelhaft. Aber der Nutzer hat zumindest das Gefühl, das sich sein System verbessert.

    Live-Linux-System Kanotix in neuer Version

    "Kanotix ist in der Version 2005-02 erschienen….Es soll sich vor allem durch eine leichtere Installierbarkeit auf der Festplatte auszeichnen." (heise.de)

    Ich persönlich nutze auch Kanotix. Für die Installation auf der Festplatte ist es fantastisch geeignet. Es ist meist experimenteller als Knoppix, aber bisher bin ich damit sehr gut gefahren.

    Was leider nicht so gut funktioniert, aber das Problem besteht auch bei der neuen Knoppix, dass einige Funktionalitäten bei der Installation auf HD verloren gehen (z.B. Hotplug und einige Drucker sogar von HP). Dennoch bin ich Fan der Kanotix Versionen.

    Was ich bei jeder Version besonders gut finde sind die meist neu zu entdeckenden kde Programme. In diesem Fall z.B. Akregator. Davon vielleicht mehr in einem nächsten Bericht.

    Aus: heise online – Live-Linux-System Kanotix in neuer Version

    Homepages bauen

    Warum heißt es eigentlich Homepages bauen und nicht schreiben? Man sagt doch auch nicht Text bauen. Wahrscheinlich liegt das dran, das man sich bei der Homepage Erstellung wie ein Baumeister fühlt.

    1. Erst das Gerüst (Tabelle oder Frameset)
    2. die Anordnung der Text- und Bildelemente
    3. die Linkstrategie

    Und wie bei jedem guten Bauwerk benötigt man einen Bauplan. Und wenn man sich nicht an seinen Bauplan hält, dann muss man eine Menge rumpfuschen, damit es am Ende doch alles irgendwie passt.

    Aber eins muss jetzt auch mal an dieser Stelle gesagt werden. Der Mozilla Composer ist noch voller Bugs und es macht wirklich keine große Freude mit dem Programm zu arbeiten. Aber wie das halt so ist, wer mit Open Source arbeitet muss Opfer bringen und zwar über das melden dieser Bug hinaus. Denn Mozilla Composer ist jetzt schon seid Jahren schlecht. Aber auch andere WYSIWYG-Editoren, wie z.B. der von Open Office ist enttäuschend. Relative Links zu setzten verlangt wirklich äußerstes Geschick.

    Also nur klares ist wahres, d.h. alles im Quelltext machen und die armen Idioten, die kein html können sollen bitte draußen bleiben oder bezahlen.

    Standardeinstellungen

    Standardeinstellungen von MS Outlook sind nur eines von vielen Beispielen der Absurdität von solchen Einstellungen. Jedes Programm ist mit sogenannten Standardeinstellungen ausgerüstet. So wird beim ersten Start gewährleistet, das man nicht 1000 Fragen gestellt bekommt, bevor man im Internet los surfen kann. Es wird aber auch nicht ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Standardeinstellungen verändert/angepasst werden müssen. Aber um z.B. einen Videorekorder vernünftig nutzen zu können, lese ich mir erstens die Betriebsanleitung durch und richte mir zweitens das Gerät auf meine Bedürfnisse abgestimmt ein. Offensichtlich setze ich beim Computer voraus, dass das alles schon geschehen ist, denn man kann ja das Programm ohne weiteres nutzen. Ich muss es allerdings immer anpassen. Voreinstellungen werden meist im Sinne des Herstellers vorgenommen, das ist natürlich bei Firefox, also bei Open Source etwas anderes, aber warum sollte eine Firma, dessen Überleben letzendlich von der Höhe des Umsatzes abhängt einen Browser gratis zum Download anbieten, ohne etwas davon zu haben? – Entweder weil sie so mächtig ist, dass sie es sich leisten kann, oder weil sie ihre Marktmacht so weiter ausbauen kann, um schließlich auf diesen Browser aufsetzend weitere, nur von diesem Browser lesbare Dienste anzubieten. Genau das ist auch mit dem Internet Explorer passiert. Kein anderer Browser hat die Technologien die im Internet genutzt werden so mitgestimmt wie der IE. Das hat nicht unbedingt zu einer diversifizierung der Dienste im Internet geführt, sondern eher zu einer Optimierung der Webseiten für den IE und damit zu einer Gleichschaltung. Wer weiss, wo das Internet heute sein würde, wenn es nicht durch solche Monokulturen ausgebremst würde…

    Hype um LEARNTEC

    Offensichtlich ist in der E-learning Szene immer noch keine Ernüchterung eingetreten. Nach wie vor werden Plattformen, Didaktiken und Neusprech durch das Dorf getrieben. Siehe dazu LEARNTEC-ONLINE. Distance Learning, letztes Jahr hieß es Blended Learning und davor auch einfach mal E-learning. Aber neue Zauberworte beleben das Geschäft und da Bilden ja wichtiger ist denn je und das lernen (ich nenne es jetzt mal) in digitalen Netzen nach wie vor als günstige Variante zu klassischen Lernformen angepriesen wird boomt das Geschäft. Ich weiss nicht, die Abbrecherquoten sind immens und trotzdem bleiben die Formate dieselben. Offensichtlich lernt man nicht aus der Erfahrung, sondern macht immer so weiter wie bisher. 400,- € Eintritt für die Learntec machen auch deutlich wir wollen unter uns bleiben bitte nur das Business. Trotzdem, wer Bildung macht und nicht dagewesen ist gilt als "traditionell" und das ist heute nicht mehr von werbendem Charme. Irgendwie erinnert mich dass an die großen Modemarken, die sich der kleine Mann/Frau sowieso nicht leisten kann, aber vielleicht den billigen Abklatsch. Letztendlich unterscheiden sich die Produkte nicht voneinander, noch nicht einmal in der Qualität. Auch Bildungsmessen gibt es viele, aber das wirkliche Schaulaufen findet auf der Leartec statt. Komisch warum gibt es eigentlich nur eine Messe für Andragogen und keine für den Lernenden, so wie es auch Verbrauchermessen gibt. Die Learntec ist doch eine reine Multiplikatoren-Messe. Dabei ist das Lernen in digitalen Netzen so einfach. Man muss nur mal einen Blick auf die Open Source Gemeinde im Allgemeinen werfen (ich weiss wie facettenreich die ist) und schon wird eins klar, hier wird jede Menge Wissen transportiert. Und wie? Ganz einfach über Mailinglisten und kooperative Arbeit am Code. Warum funktionierts? -Weil die Jungs (Frauen gibt es in der Szene so gut wie nicht) intrinsisch motiviert sind sie wollen etwas verbessern oder z.B. ein Problem lösen. Die Regeln sind denkbar einfach: Alles wird dokumentiert, damit es auch jeder andere nachvollziehen kann. Und sie besitzen eine Fähigkeit: Sie können fantastisch mit den digitalen Medien umgehen. Technisch stellt sich hier also keine Barriere in den Weg. Wenn ich nur mit sehr viel Anstrengung lesen kann, denn macht es keinen Sinn, mittels eines Printmediums zu lernen, es sei denn ich möchte lesen lernen. Wenn mich also diverse Lern-Plattformen an meine technische Leistungsgrenze bringen, wie soll ich dann mit ihnen lernen. Wie soll ich überhaupt in digitalen Netzen lernen, wenn ich sie nicht "wie im Schlaf" bedienen kann?

    Hyperlernen

    Ich habe heute auf meiner Homepage Hyperlernen moodle installiert. Dabei handelt es sich um eine riesige (ich übertreibe nicht) online Lernplattform. 33 MB entpackt, auf php-Basis mit mindestens 60 Tabellen. Hat 3 Stunden gebraucht, bis es hochgeladen war. Jetzt bin ich dabei einen Online-Kurs zum Firefox zu entwickeln. Die sagen das dauert 3 Stunden bis alles fertig ist, wenn die Dokumente schon vorliegen. Das ist malwieder typisch. Einfach so tun, als befänden wir uns in einem realen Klassenraum. Tun wir nicht, und ein Grund weswegen das Online-Lernen in der Krise ist, ist in der Übersetzbarkeit zu suchen. Es ist eben nicht so, dass auf die gleiche Art in Weise on- wie offline gelernt wird. Es werden ganz andere Fertigkeiten benötigt. Genauso wie es eine Irrtum ist, dass je multimedialer solche Lernumgebungen sind umso praxisnäher sie auch seien. Man verharrt vor dem Rechner, wo ist da die Praxis. Alles bleibt ein Wort. Bis dahin gibt es kein machen. Es sei denn man belegt einen Englisch-Kurs uns chattet dann auf englisch. Tolle Ausnahme. Auch moodle ist letztendlich der Versuch das Onlinelernen nahtlos anzuschließen an die Briefschulen der 60-er Jahre. Da muss ich mir also noch was einfallen lassen, damit ich mir nicht selber wiederspreche. Übrigens moddle steht natürlich unter der GPL 😉