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Standardeinstellungen

Standardeinstellungen von MS Outlook sind nur eines von vielen Beispielen der Absurdität von solchen Einstellungen. Jedes Programm ist mit sogenannten Standardeinstellungen ausgerüstet. So wird beim ersten Start gewährleistet, das man nicht 1000 Fragen gestellt bekommt, bevor man im Internet los surfen kann. Es wird aber auch nicht ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Standardeinstellungen verändert/angepasst werden müssen. Aber um z.B. einen Videorekorder vernünftig nutzen zu können, lese ich mir erstens die Betriebsanleitung durch und richte mir zweitens das Gerät auf meine Bedürfnisse abgestimmt ein. Offensichtlich setze ich beim Computer voraus, dass das alles schon geschehen ist, denn man kann ja das Programm ohne weiteres nutzen. Ich muss es allerdings immer anpassen. Voreinstellungen werden meist im Sinne des Herstellers vorgenommen, das ist natürlich bei Firefox, also bei Open Source etwas anderes, aber warum sollte eine Firma, dessen Überleben letzendlich von der Höhe des Umsatzes abhängt einen Browser gratis zum Download anbieten, ohne etwas davon zu haben? – Entweder weil sie so mächtig ist, dass sie es sich leisten kann, oder weil sie ihre Marktmacht so weiter ausbauen kann, um schließlich auf diesen Browser aufsetzend weitere, nur von diesem Browser lesbare Dienste anzubieten. Genau das ist auch mit dem Internet Explorer passiert. Kein anderer Browser hat die Technologien die im Internet genutzt werden so mitgestimmt wie der IE. Das hat nicht unbedingt zu einer diversifizierung der Dienste im Internet geführt, sondern eher zu einer Optimierung der Webseiten für den IE und damit zu einer Gleichschaltung. Wer weiss, wo das Internet heute sein würde, wenn es nicht durch solche Monokulturen ausgebremst würde…

Hype um LEARNTEC

Offensichtlich ist in der E-learning Szene immer noch keine Ernüchterung eingetreten. Nach wie vor werden Plattformen, Didaktiken und Neusprech durch das Dorf getrieben. Siehe dazu LEARNTEC-ONLINE. Distance Learning, letztes Jahr hieß es Blended Learning und davor auch einfach mal E-learning. Aber neue Zauberworte beleben das Geschäft und da Bilden ja wichtiger ist denn je und das lernen (ich nenne es jetzt mal) in digitalen Netzen nach wie vor als günstige Variante zu klassischen Lernformen angepriesen wird boomt das Geschäft. Ich weiss nicht, die Abbrecherquoten sind immens und trotzdem bleiben die Formate dieselben. Offensichtlich lernt man nicht aus der Erfahrung, sondern macht immer so weiter wie bisher. 400,- € Eintritt für die Learntec machen auch deutlich wir wollen unter uns bleiben bitte nur das Business. Trotzdem, wer Bildung macht und nicht dagewesen ist gilt als "traditionell" und das ist heute nicht mehr von werbendem Charme. Irgendwie erinnert mich dass an die großen Modemarken, die sich der kleine Mann/Frau sowieso nicht leisten kann, aber vielleicht den billigen Abklatsch. Letztendlich unterscheiden sich die Produkte nicht voneinander, noch nicht einmal in der Qualität. Auch Bildungsmessen gibt es viele, aber das wirkliche Schaulaufen findet auf der Leartec statt. Komisch warum gibt es eigentlich nur eine Messe für Andragogen und keine für den Lernenden, so wie es auch Verbrauchermessen gibt. Die Learntec ist doch eine reine Multiplikatoren-Messe. Dabei ist das Lernen in digitalen Netzen so einfach. Man muss nur mal einen Blick auf die Open Source Gemeinde im Allgemeinen werfen (ich weiss wie facettenreich die ist) und schon wird eins klar, hier wird jede Menge Wissen transportiert. Und wie? Ganz einfach über Mailinglisten und kooperative Arbeit am Code. Warum funktionierts? -Weil die Jungs (Frauen gibt es in der Szene so gut wie nicht) intrinsisch motiviert sind sie wollen etwas verbessern oder z.B. ein Problem lösen. Die Regeln sind denkbar einfach: Alles wird dokumentiert, damit es auch jeder andere nachvollziehen kann. Und sie besitzen eine Fähigkeit: Sie können fantastisch mit den digitalen Medien umgehen. Technisch stellt sich hier also keine Barriere in den Weg. Wenn ich nur mit sehr viel Anstrengung lesen kann, denn macht es keinen Sinn, mittels eines Printmediums zu lernen, es sei denn ich möchte lesen lernen. Wenn mich also diverse Lern-Plattformen an meine technische Leistungsgrenze bringen, wie soll ich dann mit ihnen lernen. Wie soll ich überhaupt in digitalen Netzen lernen, wenn ich sie nicht "wie im Schlaf" bedienen kann?

Hyperlernen

Ich habe heute auf meiner Homepage Hyperlernen moodle installiert. Dabei handelt es sich um eine riesige (ich übertreibe nicht) online Lernplattform. 33 MB entpackt, auf php-Basis mit mindestens 60 Tabellen. Hat 3 Stunden gebraucht, bis es hochgeladen war. Jetzt bin ich dabei einen Online-Kurs zum Firefox zu entwickeln. Die sagen das dauert 3 Stunden bis alles fertig ist, wenn die Dokumente schon vorliegen. Das ist malwieder typisch. Einfach so tun, als befänden wir uns in einem realen Klassenraum. Tun wir nicht, und ein Grund weswegen das Online-Lernen in der Krise ist, ist in der Übersetzbarkeit zu suchen. Es ist eben nicht so, dass auf die gleiche Art in Weise on- wie offline gelernt wird. Es werden ganz andere Fertigkeiten benötigt. Genauso wie es eine Irrtum ist, dass je multimedialer solche Lernumgebungen sind umso praxisnäher sie auch seien. Man verharrt vor dem Rechner, wo ist da die Praxis. Alles bleibt ein Wort. Bis dahin gibt es kein machen. Es sei denn man belegt einen Englisch-Kurs uns chattet dann auf englisch. Tolle Ausnahme. Auch moodle ist letztendlich der Versuch das Onlinelernen nahtlos anzuschließen an die Briefschulen der 60-er Jahre. Da muss ich mir also noch was einfallen lassen, damit ich mir nicht selber wiederspreche. Übrigens moddle steht natürlich unter der GPL 😉

Buchstaben bilden einen digitalen Symbolraum

Als erstes muss mal klargestellt werden, dass es einen Unterschied zwischen digital und binär gibt, oft genug werden diese beiden Begriffe miteinander vermischt. Digital ist eine Eigenschaft von Symbolen, die diskret, das heißt nur einen spezifisch definierten Zustand einnehmen können. Binär ist ein Symbolraum, der nur aus zwei Zuständen besteht, beispielsweise der 1 und der 0, mit denen ein Computer rechnet. Binär istRead More

Grafische Oberflächen

Ich schrieb ja schon über Neal Stephenson und sein Buch zu den grafischen Oberflächen. Er schreibt an einer Stelle, nachdem Apple und Microsoft ihr Betriebssystem so eng mit der grafischen Oberfläche verzahnt haben, dass man das Betriebssystem schon gar nicht mehr mittelbar bedienen kann. Stephenson vermutet, dass sich damit die Hersteller auch vor einem tieferen Zugriff auf das Betriebssystem schützen wollen. Also eine Art Kontrollfetischismus gegenüber den Nutzern. Stephenson schreibt aber auch, GNU/Linux sei das einzige System, was in der Weise das Betriebssystem von der graphischen Oberfläche trennt. Seid ich mit Linux arbeite habe ich, Windows geschädigt eine ganze Weile gebraucht, bis mir klar, war, dass ich nicht jedes Update einspielen und in der Regel das gesamte System erneuern muss, sondern dass es reicht, einfach ab und zu der Oberfläche eine neue Gestalt zu verleihen um das Gefühl von neu zu haben. Ich finde übrigens, dass das eines der interessantesten Phänomene am Computer sind, es ist nicht der neue Rechner, sondern letztendlich nur die Software, die den Rechner den anschein von Neu gibt. Und wenn mir mal wieder nach Neu ist, dann gee’he ich zu KDE-Look.org

und lade mir ein paar neue Oberflächen herunter oder mal wieder ein Programmupdate und schon ist wieder alles neu. Stphenson geht davon aus, dass Microsoft sich wesentlich nachhaltiger auf dem Markt halten könnte, wenn sie ihre Anwendungen Plattformübergreifen anbieten würden. Denn falls das Betriebssystem einmal in die Krise kommt, geht mit diesem wenigstens nicht der Anwendungssektor unter. Doch es ist sicher nicht nur eine Frage der Zeit, bis das Monopol fällt, da Netzwerke nuneinmal auf Standards angewiesen sind und die haben sich nicht zuletzt auf der Basis von Windows entwickelt. In der Regel verhalten sich Firmen und nur diese könnten das Monopol Microsoft zerstören in dieser Hinsicht mehr als konservativ, also “Never Change a winning system”. – Gut winning system könnte man sagen, aber dann halt nur system.

Karneval: Köln hat gewonnen

Wenn man Karneval googelt, dann hat Köln die Nase vorn. Sie sind nämlich auf Platz eins. Das ist aber eine sehr individuelle Sicht der Dinge. Ich nutze den Tag um meine Homepage mal wieder so richtig in Ordnung zu bringen. Das Weblog erstrahltt in einem neuen Design, ein Wiki ist installiert. Aber dieser Karneval. Ich habe parallel das TV laufen und mittlerweile kann ich die wandelnde Blasorchestermusik schon nicht mehr hören. Das tut richtig weh im Ohr. Noch schlimmer muss es sein, wenn man direkt daneben steht und sich mit Bonbons beschmeißen läßt, lieb gemeint, aber die Hälft ladet sowieso auf dem Boden und trinken kann ich auch woanders. Auch als Reporter muss das ja die Hölle sein. Was soll man nur die ganzen 6 Stunden erzählen? Sicher ist eins, interessieren tut die Leute sicherlich wieviel Geld da was kostet. Ich habe gelesen, dass der WDR sämtliche Senderechte und damit auch Bildrechte an den Karnelvalszügen gekauft hat. Schwierig wird es in diesem Fall bei den ganzen Weblogs, die sich gerade über die verschiedenen Handyschnittstellen mit Bildern und Texten zum Umzug auffüllen. Das wird ein Problem, wie will man das in den Griff bekommen. Ich sage nur: Dezentral ist die Macht

Die Diktatur des schönen Scheins

Ich lese gerade “Die Diktatur des schönen Scheins” von Neal Stephenson. Er versucht zu erklären, wie die grafischen Oberflächen die Computernutzer entmündigen. Es ist wunderbar geschrieben und für alle, die schon immer wissen wollten, wie aus der Eniac der uns heute bekannte PC geworden ist, mit all seinen weitreichenden Folgen. So vergleicht er bespielsweise den Computer mit einem Auto. Er drückt einen gewissen Status aus. Die die Prahlerei über PS und Zylinder bei Autos wird hier übertragen auf die Ram, und Prozessorleistung. Nebenbei beschreibt er die Religionen der Windows, MAC und UNIX Nutzer. Es lohnt sich wirklich und ist auch überhaupt nicht teuer. Die Diktatur des schönen Scheins

OpenBC

Kennt ihr schon OpenBC, wenn nicht, es ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Es heißt Open Business Club und stellt einen dem Netz wirklich adäquaten Dienst zur Verfügung. Jeder kann hier sein eigenes Netzwerk zusammenstellen, indem er Kontakte, die ihm weiterhelfen einläd. Wünschenswert sind dabei Win-Win Situationen, d.h. der eine braucht ganz dringend deine Hilfe, und du suchst dringend Leute, die deine Hilfe benötigen. Mittlerweile sind soviele dabei, dass man auch alte Schulkameraden oder alte Arbeitskollegen so wiederfindet. Wer Interesse hat kann sich über diesen Link Kontakt zu mir verschaffen, ist damit Teil des OpenBC-Netzwerks und kann sich sein eigenes Netzwerk aufbauen. Vielleicht lernt man so eine Reihe neuer Kooperationspartner kennen.

Heise ist platt

Schon den ganzen Tag heute ist bei heise.de kein durchkommen. Vielleicht liegt es an meiner Leitung, vielleicht aber auch am heise-Server. Wer weiss es, da kann man mal die ganz Phantasie schwermütig walten lassen und überlegen, wer ein Interesse daran haben könnte heise vom Netz zu nehmen? Microsoft, die NSA? Wie auch immer wenn die bis morgen nicht wieder dabei sind, werde ich richtig nervös.

heise online – SAP rechnet 2005 erneut mit zweistelligem Wachstum beim Lizenzumsatz

Da fragt man sich doch, womit sie dieses Geld verdient haben. Ich staune Bauklötze, wenn ich mir überlege, dass Lizenzen als Produkte in dem Maße verkauft werden können. Eine kleine Episode: Zu Weihnachten habe ich von meiner Frau einen neuen Drucker geschenkt bekommen, leider lief der so ohne weiteres nicht mit Linux, aber zum Glück gibt es ja turboprint. Hier kann man eine Treiberschar herunterladen, die auch den neusten Canon zum Laufen bringt. Leider aber mit Logo, wenn man ausserhalb des Entwurfsmodus einen Ausdruck benötigt. Ich mußte mir also bei der Firma Turboprint eine Lizenz für den Treiber kaufen. 29,90 € für eine E-Mail mit Anhang. Irgendwie hat man das Gefühl einen Fehler gemacht zu haben: Man hat nicht in der Hand, noch nicht mal das Geld. Informationen, also auch Lizenzen zu handeln ist offensichtlich ein Merkmal unserer Gesellschaft, die Bereitschaft für eine solche Information zu bezahlen wächst parallel zum Leidensdruck. Aus Sicht der Firma sieht das aber ganz anders aus. Die haben irgendwann mal entwickelt (natürlich wird heute weiterentwickelt) und kassieren ohne zu produzieren. Sozusagen als perpetuum mobile. heise online – SAP rechnet 2005 erneut mit zweistelligem Wachstum beim Lizenzumsatz

Hole Hawk und andere Bohrmaschinen

Und wieder mal eine kommentierte Episode aus Neal Stephensons "Die Diktatur des schönen Scheins" Die Hole Hawk ist eine Profibohrmaschine und auch der Inbegriff der Professionalität für jeden Bauarbeiter. Der gemeine Handwerke bohrt mit irgendetwas, nicht, hauptsache es bohrt. Besser noch es macht noch viele andere Dinge, die man so braucht, für den Heimwerker ist irgendeine Bohrmaschine vollkommen ausreichend, denn er möchte keine schweren Dinge tun, denn dafür würde er sich immer einen Profihandwerker ins Haus holen, sondern nur die einfachen Dinge wie, Löcher in die Wand bohren, um Bilder daran aufzuhängen, mehr nicht. Vielleicht noch die Schraube mit der gleichen Maschine in die Wand schrauben um nicht händisch mit dem Schraubendreher arbeiten zu müssen. Eine solche Maschine wird bei regelmäßigem Gebrauch wahrscheinlich eine Lebenszeit von 5-10 Jahren haben. Würde man sie jeden Tag an die Grenze ihrer Belastbarkeit bringen, vielleicht ein halbes Jahr. Aber für einen solchen Gebrauch wurde sie auch nicht konzipiert. Die Hole Hawk ist selbst unter Profi-Handwerkern gefürchtet. Sie wurde nur zu einem Zweck geschaffen: Löcher zu bohren, egal wo, egal wie tief, egal durch welches Material. Stephenson berichtet von einer Begebenheit auf einer Baustelle, auf der ein Bauarbeiter in 3 Meter Höhe auf einer Leiter stehend mit der Hole Hawk ein Loch in eine Betonwand bohren will. Kurz dem sich der Bohrkopf verkantet hatte, hat die Bohrmaschine nicht etwa aufgehört zu bohren, sondern ihrer Zweckbestimmung entsprechend weitergebohrt, was dazu führt, dass der Arbeiter von der Leiter gestoßen und durch den Bohrhammer mitgedreht wurde. Die Hole Hawk ist unerbittlichn und würde niemals nicht bohren. Sie kann aber auch nichts anderes als bohren. Das ist ihre Bestimmung. Linux ist ein Betriebssystem und einzig und allein dazu geschaffen einen Rechner zu betreiben. Es kann ncihts anderes, keine Bilder zeigen, keine Mails abfragen nichts, nur Hard- und Software aufeinander beziehen. Linnux ist auch eine Hole Hawk. Linux Betriebssysteme laufen ununterbrochen über Jahrzehnte, häufig schon längst vergessen, aber sie laufen, und das tun sie, weil sie nur dafür konzipiert wurden, mehr können sie aber auch nicht. Windows oder auch MacOS sind mit ganz anderen Leitmotiven programmiert worden. Sie sollten die Bedienung des Computers für seine Nutzer vereinfachen, dass kann Linux nicht!

Schnappi das kleine Krokodil

Tja, wie kann es sein, dass ein Song ohne das Marketing der einschlägigen Musikkonzerne an die Spitze der Charts gerät? Ein Versehen, wohl eher nicht, hier handelt es sich um die Peferenzen der Netzgemeinde, der für "die Sendung mit der Maus" geschriebene Song hätte eigentlich keine Chancen gehabt, die Hitlisten der deutschen Lieblingslieder zu errreichen. Schnappi

hat es geschafft, weil der Song durch das digitale Netz waberte und es offensichtlich zu immer mehr Aufmerksamkeit gebracht hat. Als Anhang in E-Mails, und die Erwähnung auf Websiten hat das aufmerksamkeitspotential so hoch gesetzt, dass es heute in nahezu jeder Handy-Werbung, in jeder Großraumdisko und von den Radios gespielt wird. Da stellt sich doch die Frage, ob das Tauschen von musik im Netz nun schädlich ist oder nicht, und wenn ja, für wen, für die Musikindustrie. Von mir aus, sollen sie sich das auf das finden neuer Talente spezialisieren und das Marketing den Konsumenten selbst überlassen.