Bildung an der Schnittstelle Analog und Digital

Musikdose, Phonograph und Radio: Die Verwertung der mechanisierten Musik und das Recht des Urhebers

  • 1862 erstmalig wurden die Rechte der Autoren der von Musikdosen gespielten Musik geschützt. Beginn einer international operierenden Musikindustrie
  • Wie sich aus neuen Techniken der Vervielfältigung neue Möglichkeiten der Verwertung ergaben:
  • Rechtliche Integration des Phonographen in das Urheberrecht
  • Mobilisierung von Medien und das Urhaberrecht ging einher mit der hierachisierung der Verwertung und der Vertretung von Autoren.
  • Speicherung und Reproduktion von Musik durch den Phonographen.
  • Opernsänger sagen auf einen Phonographen, die dabei bespielte Walze wurde weiterverkauft, es kam zum Prozess indem erstmals über ein Recht des Musikers an seinen Tönen nachgedacht wurde.
  • Der Gesang wird mobil, wenn die Musik von einem Datenträger in diesem Fall die Wachswalze des Phonographen auf einen anderen überspielt werden kann
  • Immer neue Apperate waren die Ursache für neue Rechtsstreite
  • Mechanische Geräte können nicht wie Noten als Spielanleitung gelten
  • In der Aufzeichnung und Wiedergabe durch einen Automaten liegt kein künstlerisches Wirken.
  • der Automat wird niemals der künstlerischen Aufführung Konkurrrenz machen könne
  • Mit der Verbreitung des Phonographen änderte sich diese Ansicht.
  • Erstmals war es möglich das flüchtigeste, die menschliche Stimme, der zeitlichen Vergänglichkeit zu entheben
  • Leo Eger (1900): Der Phonograph verlangt nach einer Änderung des Urheberrechts
  • Klare Trennung zwischen Künstler und Automat
  • Der Vortrag besitzt eine Originalität, die qua Definitionem dem Aufnahmegerät fehlt.
  • Gewerbliche Ãœberlegungen mussten sich geben das Argument der Originalität des künstlerischen erwehren
  • Speichermedien als Substitutionskünstler
  • 1903 Anstalt für musikalische aufführungsrechte
  • 1909: Anstalt für mechanisch musikalische Rechte
  • Radio war nicht nur Konkurrenz für denPhonograph und andere, sondern auch Medium für ein neues Verwertungsmodell, dem Lizenzmodell
  • Seid 1920 häuften sich die Fälle, in denen Radiogesellschaften von Verwertungsgesellschaften verklagt wurden
  • Es fand eine Ökonomisierung der neuen Medientechnologien statt.
  • neues Copyright gesetzt in Amerika erst 1976. Es scheiterte an zu unterschiedlichen Interessen
  • Mit jedem neuen Medium und seiner Ökonomisierung wurden auch die Verwertungsketten immer länger
  • Die Verwertungsgesellschaften verteilten Flugblätter mit der Aussage: “Radio kills Music” Sie erklärten das folgendermaßen: Zuwachs der Radiohörer, Zuwachs der Radiostationen, Zuwachs der Werbung, weniger Klaviere, weniger Tandiemen, weniger Künstler, die davon leben können
  • Das Radio entreißt die Musik der Kontrolle der Autoren
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    Worum gehts hier?

    @gibro schreibt über den (bisher) schmalen Pfad an dem sich die analoge und die digitale Welt treffen. Welche Möglichkeiten sich daraus für die Bildungspraxis ergeben ist Inhalt dieses Blogs.

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