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WWW 2.0

Die Zeit hat einen äußerst  lesenswerten Artikel mit dem Titel " Die Humanisierung des Netzes" in der dieswöchigen Ausgabe v eröffentlicht. Es wird davon gesprochen, dass "Social Software" die Nutzung des Webs grundlegend verändern könnte. Im Vordergrund steht weniger die Recherche, als vielmehr die Kommunikation. Und damit auch nicht mehr die Anonymität sondern die bewußte Deanonymisierung um sich berufliche aber auch private Netzwerke zu erschließen.

Weiter sagt Thomas Burg, die durch Blogs und andere Social Softare generierten Inofrmationen führen zwar unweigerlich zu einem mehr an Informationen, entscheidend sei jedoch vielmehr, dass die Informationen spezieller und individueller werden.

Mediamarkt und Saturn, die Monopolisten auf dem deutschen Elektronikmarkt

Gestern war ich im Mediamarkt und wollte an der Kasse mit einem Saturngutschein bezahlen. Irgendwie habe ich diese beiden Märkte durcheinander geworfen, waqs auf nicht schwer fällt, weil sie sich doch in allem so ähnlich sind. Nicht nur was das Interieur angeht, sondern auch was ihr Corporate  Design angeht. Beide präsentieren sind in der Werbung so ähnlich, nd dennoch treten sie niemal sin Konkurrenz zu einandern.

Also, als ich gestern in dem Mediamarkt bezahlen wollte und irrtümlich den Saturngutschein vorlegte, sagte die Dame an der Kasse gelassen: "Lassen sie mal, das ist schon in Ordnung, wir nehmen auch Saturngutscheine, genauso wie Saturn auch Mediamarktgutscheine annimmt." Da war ich schon irriert, das ist ja genauso, als könnte man einen Aldi-Gutschein auch bei Lidl einlösen…

Dann bin ich ins Grübeln gekommen. Stehen die beiden Märkte eigentlich in Konkurrenz zueinander oder decken sie nicht vielmehr gemeinam den Markt ab. Saturn mitten in den Innenstädten und der MediaMarkt vornehmlich ausserhalb der Cities in den Randzonen und Industriegebieten?

Aber das war mir noch nicht genug. Eine kleine Recherche im Internet hat ergeben, dass die beiden Märkte tatsächlich zu einer Unternehmensgruppe grhören, der , wie könnte es auch anders sein,  METRO Group. Hier findet man die Media-Saturn-Holding GmbH.

Jetzt frage ich mich, warum die sich dann nicht alle Satur oder MedieMarkt nennen und nächste Woche statt den 200. Laden den 400. Laden eröffnen. Das würde doch für ihre wahre unanfechtbare Größe stehen. Aber ich denke sie machen das nicht, um dem Kunden das Gefühl zu geben, dass jedes gekaufte Teil ein wahres Schnäppchen ist und man die beiden elektronikriesen so immer miteinander vergleicht und dann den günstigsten Anbieter wählt. Es handelt sich also um eine reine Werbekampagne, obwohl letztendlich der gesamte Umsatz   in die gleicht Tasche fließt. So ist es auch meinem Saturgutschein ergangen. Bei Saturn gekauft, bei MediaMarkt eingelöst. Am Ende aber wieder in derselben Tasche.

Was unterscheidet eigentlich noch SUSE und Windows voneinander?

Ich finde, dass ist keine polemische Frage. Seid einer Woche schlage ich mich mit den System herum, es ist schick und nach der Installation mit automatischer Partitionierung funktioniert auch alles einwandfrei, man darf es offensichtlich nur nicht benutzen, dann hat man nur Ärger.  Das System heuchelt Funktionalität vor, verhält sich aber schon nach wenigen Klicken wie ein Windows, mit allen den bekannten Merkwürdigkeiten (in einer Ecke schrauben und in einer vollkommen anderen Ecke brechen Anwendungen weg). Aktiviert man z.B. mit kinternet das WLan und startet direkt im Anschluss den Firefox-Browser, dann friert das System ein. An ein Online-Update sollte man besser auch nicht denken, wenn man den Rechner nicht sofort neu aufsetzen will.

Ob es eine Flucht nach vorne ist, mit openSUSE das Projekt in einer Community zu organisieren? Könnte es nicht sein, dass man sich von dem ungeliebten Kind SUSE Desktop trennen will und dennoch nicht auf die Vorteile verzichten will, die sich daraus für die weit konservativere Entwicklung des Servergeschäftes ergeben haben?

So richtig erklären kann man das nicht, sicher ist nur, je Windows ähnlicher ein System wird, um so ähnlich wird es auch seinen Fehlern.

Yast z.B. ist einer größten Fehler, die SUSE gemacht hat, aber vielleicht wird gerade daran  eines der größten Schwierigkeiten der Freien Software deutlich: Was passiert mit all dem schlecht entwickelten Code, der im Ansatz falsch konzipierte Code, auch er wird erbarmungslos weiterentwickelt, obwohl vielleicht von anfang an, die Konzeption schon nicht in  Ordnung war. Zu Zeiten, als es noch keine Möglichkeit gab, die Systemeinstellungen grafisch zu administrieren, war Yast sicherlich eine gute Idee, heute aber ist das Kontrollzentrum von KDE auf dem besten Weg Yast zu überrunden. Dennoch wird an dem alten Konzept festgehalten, auch wenn es im Fall SUSE zu Schwierigkeiten führt, wenn zwei grafische Oberflächen (Yast und KDE Kontrollzentrum) ein System administrieren. Wenn man Beipielsweise einen Drucker einrichten will, sollte man das besser mit Yast durchführen, wenn man die Einstellungen der Maus verändern will, sollten man besser auf das Kontrollzentrum zurückgreifen, weil die jeweils andere Anwendung des System einfrieren läßt. Warum ist es an dieser Stelle nicht möglich, Yast, so gut seine Idee auch war zu gunsten des Kontrollzentrums aus der SUSE herauszunehmen. Aber Suse steht  zu Yast, will sich auch den Fehler nicht eingestehen, ausser das man bei genauerem Hinschauen den Eindruck hat, als würde Yast schon seid ca. 1 Jahr nicht mehr weiterentwickelt, was darauf hindeuten würde, dass es schon bald nicht mehr Teil von SUSE Desktop sein wird.

Also Hände weg von Suse, weitaus weniger Ärger hatte ich bisher mit Knoppix und Fan bin ich von Kanotix, nicht zuletzt wegen des äußerst komfortablen Supports und einer fantastischen Community.  

Machen Beamerschulungen dumm?

Ich nehme gerade an einem Referenten-Workshop teil um eine Datenbankanwendung schulen zu können. Der vortragende Referent präsentiert über Beamer die Anwendung, wir, die TeilnehmerInnen  hören gut zu und machen die entsprechenden Übungen am eigenen Rechner parallel mit. Das führt ständig zu einer Reihe an Phänomenen, die ich bisher noch nicht kannte, da mir solche Beamerschulungen eher fremd sind.

Zum Beispiel gibt man in die Datenfelder immer das ein, was schon der Referent am Beamer eingegeben hat. Es ist selbst bei Bewußtmachung des Nachahmens schwer,  sich während des Schulungsbetriebes davon zu lösen.

Beamerschulungen sind unheimlich anstrengend, weil man sich immer auf mindestens zwei Dinge (Referenten-Beamer und den eigenen Rechner) gleichzeitig konzentrieren muss und darüber hinaus auch noch mit dem Zeitdruck zu kämpfen hat, denn man will ja immer synchron beziehungweise nahezu synchron zum Referenten sein, wenn man also die Knöpfe nicht findet und auf dem eigenen PC alles etwas anderes aussieht, weil man zum Beispiel einen anderen Datensatz ausgewählt hat, schafft das Stress, der schnell zur Ermüdung und sicher auch in einigen Fällen  zu aggressivem Verhalten führt.

Ab und zu sind die ausgewählten Beispiele sinnlos, da sie nicht das demonstrieren, was man eigentlich zeigen wollte. Da der Beamer aber immer demonstrieren will, müssen im Vorhinein immer "sinnvolle" Beispiele gewählt werden, die dann aber häufig nicht praxistauglich sind, weil sie zu demonstrationszwecken vollkommen überladen sind.

Ständig werden die Ausführungen des Referenten durch das Plenum unterbrochenweil irgendetwas anders ist oder auffällt (O-Ton: "Bei mir ist das anders…", "…kannst du mal schauen…"), je mehr man selbst am Rechner synchron mitmacht umso stärker ist wohl auch der Bedarf die eigene Erfahrungswelt mitzuteilen, in der Regel können die anderen TeilnehmerInnen damit wenig anfangen, weil sie andere Wege gegangen (geklickt) haben.

Häufig werden gewohnte Routinen (Doppelklick, etc.) zugunsten des Wegeverfolgens unbewußt aufgegeben, das erschwert die eigenständige, intuitive Wiederholung, weil man nicht mehr weiss, wie es eigentlich ging.

Warum niemand auf Linux umsteigt

Viren gibt es unter Linux nicht. Dafür jede Menge andere Probleme, zum Beispiel eine völlig andere Bedienung und Verzeichnis-Struktur als beispielsweise unter Windows. Unix-Struktur eben. Und so sehr sich die Entwickler auch bemühen, so einfach zu bedienen wie Windows wird Linux nie sein, (Aus: Kolumne: Warum niemand auf Linux umsteigt)

Linux ist nicht einfacher zu bedienen wie Windows, das ist alles eine Frage der Gewöhnung. In der Regel fällt den meisten der Umstieg von Win98 auf XP genauso schwer wie dr auf kde. Denn seien wir doch mal ehrlich, keine Windows-Umsteiger wird Linux bedienen, sondern immer kde, der graphischen Oberfläche und dem Vermittler zum Betriebssystem. Und, ich gebe zu das ist sicherlich eine Umstellung, entscheident ist aber weniger die Umstellung des auges als vielmehr die Umstellung im Kopf. Linux heißt auch sich gegenseitig helfen, sein Wissen über die Bedienung veröffentlichen und sich selbst Hilfe suchen, wer Linux nutzt, sollte vernetzt sein und über das Internet kommunizieren können und wollen. Häufig verlngt zum Beispiel die Einbindung der Hardware eine solche Bereitschaft. Denn auf Linux umsteigen heißt auch selbst schrauben zu können, wenn man will, damit wird natürlich der Spielraum der Möglichkeiten breiter. Es ist etwas für den Heimwerker. Eine Grafik aus der c’t kann das veranschaulichen:

Durch Linux schauen 

Die Hackerregeln. Vom Open Source zum Closed Source

"…Hier entstand jene Philosophie, die als "Hacker-Ethik" bezeichnet wird, und deren fünf Gebote lauten:

  1. Der Zugang zu Computern sollte unbegrenzt sein.
  2. Alle Informationen sollten frei sein.
  3. Misstraue Autoritäten – fördere Dezentralisierung
  4. Computer können Kunst und Schönes schaffen
  5. Computer können dein Leben verbessern."

(aus TP: Tune in, turn on, boot up)

Würde sich jeder daran halten, hätte man wahrscheinlich keine Last mit Viren, der IT-Markt wäre nicht kontrolliert, es gäbe keine Monokulturen.

Die Frage ist, warum hat sich dieser Geist, der dazu fähig war, den Computer und das Internet zu denken, icht bewahrt? -Na klar, die Gesetze der Marktwirtschaft sind eindeutig, wo Geld zu machen ist, wird es auch gemacht, aber in diesem Fall wäre wahrscheinlich mehr Geld zu machen gewesen, hätte man sich an die Gesetze gehalten. Je älter der Computer jetzt wird, umso eingeschränkter werden seine Möglichkeiten, und dabei ist Closed Source der entscheidene Auslöser. Denn jeder geschlossene Code bricht eine Innovation ab, bzw. schränkt sie ein. Solange offen entwickelt wird und das meine ich nicht nur in einem technischen Sinne, sondern auch in einem sozialen, dann wird es immer einen geben, der noch eine Idee hat, um das Ganze zu verbessern.

Moodle in Deutschland

Meine These ist, dass es relaitv leicht ist über das Installskript einen Moodle-Server aufzusetzen, das es aber sehr aufwändig ist, entsprechende Lerneinheiten zu gestalten. Entsprechendes spiegelt sich jedenfalls bei meiner aktuellen Erhebung wieder. Selbst wenn man bei moodle in Deutschland schaut, findet man dort nicht mehr als 16 kurse, und keiner davon scheint benutzt zu werden. Deshalb meine

2. These: Moodle kann zwar alles, aber dafür ist es so aufwändig geworden, dass es dem Nutzer die Bedienung erschwert.

Dazu kommt vielleicht, dass sich das Lernen meist auf unterschiedlichen Ebenen bewegt. Also einmal Forum, dann wieder Wiki oder vielleicht auch erst das Arbeitsblatt und dann ein Treffen mit dem Online-Tutor. Ich weiss zwar, dass es jeder selbst so organisieren kann wie er will, dafür ist moddle zumindest programmiert, aber ich sehe im Moment nicht, wie man die Lernenden , auch die ohne Erfahrung in die Planung von Moodle-Einheiten miteinbeziehen kann. 

colchicine

Und so bleiben viele Moodle-Plattformen im Versuchsstadium hängen und werden nicht weiterentwickelt oder sind schon von weitem als Abfallprodukt erkennbar.

Wenn jemand jedoch gute und offen zugängliche Moodle-Kurse kennt, dann soll er sie doch bitte mailen.

BildungsBlog: Blog-Seminare

Bezieht sich auf den Aufruf im Bildungsblog Blog-Seminare zu listen und wenn möglich Material zu veröffentlichen.

Wir haben im letzten Jahr am DGB Bildungszentrum in Hattingen einen Blog-Workshop mit Siggi Becker veranstaltet.  Es handelte sich um die Bedeutung von Weblogs in der Politik. Die dazugehörige Linkliste kann hier eingeschaut werden:
http://www.forum-politische-bildung.de/links/links6.htm

Eines der Themen dieses Weblog ist auch das Lernen im Netz, deshalb möchte ich nicht versäumen an dieser Stelle auf das Engagement von BildungsBlog hinzuweisen.

Digitale Formatierung – Gedankenvernichtung

Am Wochenende wollte ich eine neue Linux Version einspielen. Eigentlich keine große Sache, meine Festplatte ist entsprechend partitioniert. Es gibt zwei Partitionen für Daten und zwei für Betriebssysteme. Sollte es mal beim Aufspielen eines neuen Linux Schwierigkeiten geben, so kann man immer noch das alte funktionierende Betriebssystem weiterbenutzen. Solange man sich auf der richtigen Partition tummelt sollte es damit auch keine Schwierigkeiten geben. In meinem Fall habe ich die falsche Partition bespielt. Und so konnten meine Augen dem unsäglichen Fortschrittsbalken kaum folgen, bis auch schon mein halbes Leben wegformatiert war. Man realisiert sofort, ich hatte nur nicht genug Zeit, den Rechner über den Notaus zu stoppen.

Das digitale Zeitalter ist zwar ein Segen, weil alles unmittelbarer und unkomplizierter ist, aber wenn man einmal die OK Taste zuviel gedrückt hat (vielleicht auch in Ermattung des immerwiederkehrenden OK-Buttons), können anschließend nur noch Speziallabors die Daten zurückholen. In diesem Fall geht es um Daten der letzten 8 Jahre (Dipl. Arbeit, Mails, Fotos, Gedanken…) Jeder weiss, dass man seine Daten zu sichern hat, aber man macht es nur selten, weil es so unglaublich unproduktiv ist. Man produziert viel „Müll“ und nimmt sich vor beovor man die Daten sichert, diese erstmal gründlich zu durchforsten, was man noch braucht, und was für immer im Nirvana verschwinden kann.

Das ungewöhnliche am Digitalen ist, das es restlos verschwindet. Es ist so weg, als sei es niemals dagewesen. So richtig konnte ich das erst begreifen, als es mir passiert ist. Wenn man etwas aus seinem Speicher oder Keller wegschmeißt, so hinterläßt man Spuren, aber bei der Vernichtung von digitalen Daten bleibt nichts übrig. Im Zusammenhang  mit Datenschutzfragen ist das sicherlich auch richtig, aber hier geht es um etwas anderes: Je nachdem wie der PC in die Lebenswelt eingebettet ist, ist er mehr als nur Medium, er wird zum Abbild des Gehirn. Bei Harry Potter gibt es dafür das Denkarium, hier können Gedankenfäden in einer Schlüssel abgelegt werden, damit sind sie materialisiert, aber der PC speichert sie als 0 und 1 und damit sind sie immateriell.  Die Ideenvernichtung ist somit täglich vorprogrammiert.

Auf der Suche in diversen Forum nach dem Befehl, der mir meine Ideen und damit enen Großteil meines Lebens zurückgibt bin ich auf viele Opfer der Gedankevernichtung gestossen. Sie waren nicht traurig, sondern eher sauer. Dabei haben sie gerade ein Stück ihres Lebens vernichtet. Vor 6 Jahren bin ich umgezogen, da habe ich alle Unterlagen durchforstet und was ich nicht mehr benötigte, habe ich zerissen und weggeschmissen. Während des Vorgangs des Zerstörens hat man genug Zeit auch darüber nachzudenken, ob man es nicht doch behalten sollte. Man musste auch jedes Erinnerungsstück nocheinmal in die Hand nehmen. Das macht zwar viel Arbeit, aber man weiss, was man gerade vernichtet. Bei der Formatierung meiner Partition war das anders. Einmal OK geklickt, nochmal bestätigt und innerhalb weniger Millisekunden werden gigabyteweise Daten vernichtet, so als hätte es sie nie gegeben. Aber es gab auch keinen der mich daran hindern konnte. Wenn man länger darüber nachdenkt, dann ist es fahrlässig, dass soetwas überhaupt möglich ist.

Es hat mir aber wiedereinmal deutlich gemacht, dass diese Generation verloren ist, wenn sie weiterhin auf wiederbeschreibbare Datenträger setzt. Gegen eine CD ist ja nichts einzuwenden, da steht zwar nach 20 Jahren auch nichts mehr drauf, aber bis dahin habe ich genügend Zeit, die Daten auf einen anderen Datenträger zu kopieren. Bei all den mobilen Festplatten und USB-Sticks und SD-Cards und wie sie alle heißen, sind die Datenbestände schnell formatiert und neu bespielt, sie sind schließlich wiederbespielbar, das macht es ja so praktisch, gleichzeitig aber auch fatal.

Während ich 10 Jahren noch eine ganze Batterie an Kassetten, mit Musik aus meiner wilderen Zeit hatte, hinterlassen die neuen Speichermedien keine Spuren und wenn ich doch all meine mp3s irgendwo abspeichere, erhöht sich mit jedem Tag das Risiko, dass sie überspielt werden.

Da verschwinden die Gedanken in Form von Daten einer ganzen Generation und ich rede hier nicht über professionelle Hochsicherheitsserver, deren Festplatten sich 5 mal am Tag spiegeln um jeden möglichen Datenverlust zu verhindern, sondern ich rede über die vielen Privat PC’s mit all den E-Mails an die Kinder oder den Bildern vom letzten Weihnachtsfest, den semiprofessionell gestalteten Einladungskarten oder auch den Briefen an die Telekom oder das RWE.

Leben ohne das jemand anders weiss, das man gelebt hat ist so, als hätte man gar nicht gelebt. Viele Künstler sind erst bekannt geworden, nachdem sie verstorben war, weil sie ein Werk hinterlassen haben, wir werden nichts hinterlassen, denn wenn wir sterben, werden all unsere Daten gelöscht, und wenn wir keine Cd von unserem Leben angefertig haben, dann sind wir gar nicht dagewesen.

Audible.de – Angewandtes DRM (Digital Rights Management)

Gestern habe ich mich bei audible.de registiert. War ein tolles Angebot: Einen Monat kostenlos nutzen und ein Hörbuch + Hörzine geschenkt bekommen.

Ich habe dann noch meine Kreditkarten Nr. preisgegeben und dann konnte es auch schon losgehen. Ich benötigte eine Software, um mir das audible eigene Format anhören zu können. Fand eine exe-Datei vor, die leider nicht auf meinem Betriebssystem Linux zu installieren ist, habe dann nach alter Unix Manier in den FAQ geschaut und dort stand, Windows ja, Mac auch ja, aber Linux funktioniert nicht.

Audible ist einer der größten Hörbuch-Sofort-Download Anbieter  Deutschlands und sie kriegen es offensichtlich nicht hin, auch für Linux Mediaplayer (z.B. Kaffein) eine Schnittstelle zu programmieren. Sie bieten für den unsicheren Interessenten eine Reihe an Informationen, wie einfach es doch ist die Dateien auf dem PC oder Mac anzuhören, dabei haben sie offensichtlich ganz vergessen kurz zu erwähnen, dass es mit Linux-basierten PC’s nicht funktioniert. Die FAQ konnte ich erst einsehen, nachdem ich angemeldet war.

Das Problem ist die Sorge vor unberechtigter Kopie, das kann ich auch nachvollziehen, sie würden sich schließlich das Geschäft zerstören, wenn ich meinen Freundend den diversen p2p Börsen diese Dateien einfach so zur Verfügung stellen könnte. Aber es muss doch möglich sein alla itunes auch eine Schnittstelle zur Unix Minderheit zu schaffen.

Wenn das die Ausgeburt der DRM ist, kann es schlimmer nicht kommen, weil mit ihr die Frage nach dem Betriebssystem-Monopol verschärft wird. D.h. du kannst deinen Computer zum lesen fremder (also auch geschützter) Daten nur dann  nutzen, wenn du ein Windowssystem installiert hast.

Kleine Anleitung für Skript Kiddis

Ich finds toll. Das man in der Regel schon mit einfachen Mitteln einen Rechnerabsturz herbeiführen kann, liegt in der Natur der Sache. Beeindruckend ist, dass man das schon mit einer einfachen Webseite hinbekommt und heise liefert auch noch die Anleitung dafür, wie es geht. Und weil es so gut ist, möchte ich diese Anleitung gerne wiederholen:

<HTML> <BODY> <IMG SRC="./sweetydead.jpg" width="9999999" height="9999999"> </BODY> </HTML>

Microsoft macht zwar schlechte Software, doch der Nutzer glaubt, dass müsse so sein, solche Beispiele machen deutlich, dass man da schlichtweg was übersehen hat.