Jeanpol schreibt in seinem Blog über eine mögliche intrinsische Motivation für das Lernen. Recht hat er, dennoch ergibt sich daraus ein kleines aber feines Problem.

“Wenn Menschen mit dir zusammenarbeiten, müssen sie belohnt werden. Sie müssen spüren, dass ihr Leben durch die Zusammenarbeit mit dir an Qualität gewinnt. Verschaffe ihnen also Aufmerksamkeit (informative Stimuli).”

Das funktioniert nur sehr gut bei Menschen, die selbst Aufmerksamkeit besitzen (so wie z.B. Jeanpol), alle anderen können eben diese informativen Stimuli nicht geben. Google ist dafür vielleicht ein gutes Beispiel: Teil ihrer Page Rank Strategie beruht darauf, die Webseiten als wichtiger einzuschätzen, auf die viele Links verweisen. Je mehr Links, desto mehr Aufmerksamkeit und noch mehr Links. Wenn solche sehr “wichtigen” Seiten im Netz zurücklinken, geben sie auch ein Stück ihrer Aufmerksamkeit weiter, dass kann eine eher unbekannte Seite bekannter machen, also ein informativer Stimuli, entscheident ist jedoch, dass Kategorien wie meist gelesen immer sich selbst bedienen und damit sehr selbstreferentiell sind. Radikal neues entsteht so nicht, es entstehen vielmehr Trampelpfade, die immer mehr zu Wegen ausgelatscht werden.

Spannender ist doch da das “OpenSource-Prinzip”: Nur Qualität setzt sich durch und erlangt Aufmerksamkeit und sonst nichts. Kommt es zu zwei vergleichbaren Vorschlägen, forkt das Projekt und es entstehen zwei nebeneinander. Nachteil hat die Community keine kritische Masse, bricht das Projekt mit seinen Maintainern zusammen.

@jeanpol: Ich habe diesen Beitrag geschrieben, um ein Stück deiner Aufmerksamkeit auch auf mein kleines unbedeutendes Blog zu lenken. Vielleicht gelingt es mir.