Bildung an der Schnittstelle Analog und Digital

Von der Welt hinter dem Login

by Mirko Macari / flickr

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Logins sind immer eine zusätzliche Hürde, man muss sich Passwörter merken, man muß den E-Mail-Umweg für die Registrierung gehen, man gibt schon wieder Daten raus. Die Registierung wird nur dann vorgenommen, wenn es unbedingt sein muss, bspw. bei sozialen Netzwerken. Sie bestehen im unangemeldeten Zustand meist nur aus einer Startseite. Ihr Nutzung macht ohne Anmeldung keinen Sinn. Anders z.B. bei Youtube. Hier erschließt sich der Nutzen auch dann, wenn man nicht angemeldet ist, das Gleiche gilt für Google, Flickr, Mr Wong oder auch LastFM. Dennoch, einloggen kann sich lohnen im Web 2.0. Ich würde im Web 2.0 sogar von einer neuen Welt hinter dem Login sprechen. In den meisten Fällen erschließen sich dann die Dienste auf eine völlig neue Weise. Youtube wird z.B. zu einer Videoverwaltung und mehr. Auf einer eigenen Webseite können die Videos angeordnen und über eine öffentlich zugängliche URL anderen zur Verfügung gestellt werden.

Du und deine Zuschauer können alle Videos, die du deinem Kanal über Uploads, Favoriten und Playlists hinzufügst, direkt auf dem Kanal abspielen und durchsuchen.

Unter den FAQ kann man auch erfahren, wie man eine solche eigene Youtube Seite einrichten kann. Während eines Seminars zur CEBIT09 ist z.B. dieser Kanal entstanden. Wir hatten die TN eingeladen mit ihren Digitalkameras Filme auf der Messe zu drehen. Diese sind dann in dem Youtube Kanal zusammengefasst worden. Aber nicht nur wenn eigenes Material entsteht lohnt sich ein solcher Youtube Kanal, sondern auch, wenn man Videomaterial zu eine Thema zusammenstellen will, als Hintergrundquelle für TN.

Ebenso ist es bei Google. Der Suchmaschinenspezialist macht schon seid längerem jenseits der Websuche von sich reden.  Wer zum Beispiel auf der Suche nach Lernmaterialien ist, wird bei Google Scholar fündig. Immer dann, wenn man auf der Suche nach wissenschaftlichen Texten ist, kommt man um die Unicersitätsbibliotheken nicht herum. Was aber, wenn man keinen eigenen Bibliothekszugang mehr hat. Mit der erweiterten Suche kann man sogar sehr gut Literaturhinweisen auf die Spur kommen.

Mit Google Sites kann man einfach für bestimmte Anlässe eine Webseite zusammenstellen. Hier mal mein Versuch für die Vorbereitung des Jugendkongresses von Arbeit und Leben.

Jenseits des Logins gibt es eine für viele Nutzer vollkommen unbekannte Welt, vielleicht einer der Gründe, weswegen die Offerten des Web 2.0 häufig von vielen Menschen unterschätzt werden. Vielleicht sogar der Grund, weswegen man glaubt von derselben Sache zu sprechen, aber unterschiedliche Nutzungen mit einem Dienst verbindet.

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Worum gehts hier?

@gibro schreibt über den (bisher) schmalen Pfad an dem sich die analoge und die digitale Welt treffen. Welche Möglichkeiten sich daraus für die Bildungspraxis ergeben ist Inhalt dieses Blogs.

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