Bildung an der Schnittstelle Analog und Digital

Wahlkampf in Deutschland: Mobilisierung verlangt die individuelle Ansprache

Angeregt durch einen Artikel

(pdf), den ich bei der FES gefunden habe, glaube ich nicht daran, dass die Obamanie hier in Deutschland zu reproduzieren ist. Der Artikel ist wirklich zu empfehlen, einer der Lichtblicke war die einfache Wahlkampfstrategie “Message, Money and Mobilization”. Dabei spielte das Internet nur eine untergeordnete Rolle, wenn auch eine entscheidende. Um Menschen zu mobilisieren kann das Internet nur ein Kanal sein, sie anzusprechen, die eigentliche Motivation entsteht allerdings erst durch den persönlichen Kontakt. Die individuelle Ansprache, die im Artikel beschrieben wird, war eine der wichtigsten Methoden der Mobilisierung. Die Organisation von Nachbarschaftsparties im Kleinen, sich selbst als Delegation Obamas zu verstehen. Hierbei sind beeindruckenden Methoden weniger der Einsatz von Twitter oder Facebook als Massenphänpomen, als vielmehr der Einsatz von Mailinglisten, die für die persönliche Ansprache sogar an den Gewohnheiten der Menschen anknüpfte um eine möglichst hohe Aufmerksamkeit durch jedes Mailing zu erreichen. Der Artikel spricht innerhalb eines Mailings von 7000 unterschiedlichen Versionen.

In einer Woche beginnt das politcamp09 und im gestern gestarteten Sessionaufruf sammeln sich im Wiki eine Reihe von Vorschlägen an, die vor allem die Bedeutung des Internets als Werkzeug der Mobilisierung in den Vordergrund schieben. Ich bin der festen Überzeugung, dass das Internet als Werkzeug der Mobilisierung nur dann taugt, wenn es eine persönliche Ansprache des zu Mobilisierenden erlaubt.

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@gibro schreibt über den (bisher) schmalen Pfad an dem sich die analoge und die digitale Welt treffen. Welche Möglichkeiten sich daraus für die Bildungspraxis ergeben ist Inhalt dieses Blogs.

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