Bildung an der Schnittstelle Analog und Digital

Wofür das iPad gut ist: Lesen, kommentieren, sharen

flipboard_feedsVor 2 Wochen habe ich mir ein iPad gekauft. Ich möchte vor allen Dingen herausfinden, wie das iPad lernen und Bildung verändern kann. Dabei ist mir schon klar, dass nicht Geräte, sondern Ideen und Pädagogen die Bildung verändern. dennoch mit dem richtigen Blick in die richtige Richtung kann ich vielleicht in einer kleinen Serie immer mal wieder interessante Apps für das Lern- und Bildungsumfeld vorstellen und einsortieren.

Weil das iPad zum Lesen gut geeignet ist, läßt es die Verleger feucht träumen. Viele Apps eröffnen darüber hinaus aber auch eine große Bandbreite an Feedbackkanälen. Die App Reeder zum Beispiel ist der appgewordene Google Reader nur in noch besser. Ein Großteil der von mir favorisierten Netzwerke werden mir direkt zum sharen meiner Artikel angeboten. In einer inkludierten Ansicht kann ich direkt auf die Artikel zugreifen, und sie kommentieren. Das ging auf dem PC auch, dort ist das Lesen im Vergleich zum iPad allerdings deutlich unangenehmer. Hier kommt zusammen, was zusammen gehört: Das Lesen eines Artikels auf der einen Seite und der aktive Umgang auf der anderen Seite.

Die vielbeachtete App Flipboard bindet nicht nur die Statusmeldungen, Links und Bilder im Zeitungsformat ein, sondern ist auch ein kleiner Facebook- und Twitterclient. So können Beiträge retweetet werden, kommentiert oder einfach nur gefavt. DArüber hinaus wird die bisherige Kommunikation zu einem Tweet oder einer Statusmeldung gelistet. Ich merke sofort, wie sich damit meine Lesegewohnheiten ändern. Der Verwertungsaspekt wird ständig mitgedacht. Ist das eher etwas für delicious, Twitter oder Facebook? Schnell baut sich beim Lesen eine Kommunikation auf, die mir am Desktop bisher so nie aufgefallen ist, vielleicht habe ich einfach nur mit den falschen Programmen gelesen. Vielleicht ist das iPad aber auch wie geschaffen für diese Art von Apps.

Schon in Kürze wird Dribbblr gelauncht, wiederum ein Reader für das iPad mit einem ähnlichen Konzept wie Flipbook. Mein Kommentaraufkommen hat stark zugenommen, so dass ich jetzt auch der Suche nach einem Plugin für WordPress bin, mit dem man die Kommentare in anderen Blogs aggregieren kann.

Damit ist das iPad zumindest mehr als ein reines Lesegerät, es motiviert, mit den richtigen Apps zum aktiven Austausch und ist damit aus der vielbeschworenen Konsumer-Ecke (siehe auch gulli.com zu “Consumer Web 3.0: Die ARD/ZDF-Onlinestudie ist veröffentlicht”) zu entfernen. Es bleibt aber ein Gadget für eine Person. Es zu 2 oder mit mehreren zu nutzen ist eher schwierig.

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Worum gehts hier?

@gibro schreibt über den (bisher) schmalen Pfad an dem sich die analoge und die digitale Welt treffen. Welche Möglichkeiten sich daraus für die Bildungspraxis ergeben ist Inhalt dieses Blogs.

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