Bildungsgipfel – alter Wein in anderen Schläuchen?

aboutpixel.de / schau mal, diese bilder....... © kamikazefliegeDas ist ja wohl der Gipfel. Bildung in Deutschland soll verbessert werden, aber worauf liegt der Fokus? – Es braucht mehr Geld, so die Forderung. Vollkommen richtig, aber viel zu wenig. Die entscheidende Frage ist, wie dieses Geld zu verwenden ist. -In bessere Ausstattung, für mehr Lehrer. Aber wie steht es mit der Vermittlung selbst. In wie weit wird den Schulen mehr Autonomie (sowohl inhaltlich als auch wirtschaftlich) eingeräumt, was ist mit pädagogischen Eignungstests. Während ich dies schreibe, läßt Frau Schawan, dies hier verlauten.

Was werden die Themen des Bildungsgipfels sein? Offizielles ist schwer zu bekommen, aber hier eine kurze Zusammenstellung zum weiterhören und -sehen:

Ein Thema wird sicherlich sein, die unterschiedlichen Übergänge zwischen Grundschule und Sek I oder Sek I und Sek II oder dem Übergang ins Berufsleben und Studium zu verbessern.Es wird auch um das frühkindliche Lernen gehen und um die Studiengebühren, die offensichtlich eher dazu beitragen ein Studium erst gar nicht anzutreten.

Aber was ist mit neuen, der wissensgesellschaft adäquaten Schul- und Bildungskonzepten? Es braucht eine offensive Gründungswelle von Laborschulen. Die haben gezeigt, dass Schule erfolgreich sein kann, wenn auf den Einzelnen geschaut wird, wenn nicht alle gleichgeschaltet den Lehrplan abarbeiten, sondern in ihrer Unterschiedlichkeit sich gegenseitig befruchten.

Menschen können nicht aus ihrer Haut und handeln vor dem Hintergrund ihrer eigenen Biographie, auch die Entscheider auf den politischen Bühnen. Ihre Lernbiographie und Lerngewohnheiten übertragen sie auf die nächste Generation. Doch durch die digitalen Medien hat sich etwas entscheidendes verändert. Wissen wird aufgrund seiner allgegenwärtigen Verfügbarkeit nur zu reproduktivem Wissen. Schule hätte jedoch die Chance, Handlungswissen zu vermitteln, sowohl in Bezug auf das Lernen selbst, als auch in Bezug auf die Bewältigung ihres Alltags. Aber nicht das Forschen, sondern das Reproduzieren stehen im Vordergrund. Der Westen hat faßt in einem Artikel „Kein Blick für Ganze“ noch einmal gut zusammen, auch die Kommentare dazu sind lesenswert.

Es soll um viele wichtige Themen gehen. Was ist aber mit den Pädagogen selbst. Wie sollen sie fit gemacht werden für ihre Profession. Ist es wirklich sinnvoll, Lehrern erst nach ihrem Studium mit der pädagogischen Praxis zu konfrontieren? -Wohl nicht. Auch der Fokus auf die fachlichen, statt auf die pädagogischen Fähigkeiten sind problematisch. Es braucht zur Reform von Bildung nicht nur guter Schulkonzepte, sondern auch geeigneter Lehrerinnen, Erzieher und Professorinnen.

Dennoch ist es mir bisher nicht gelungen, eine offezielle Seite der Bundesregierung zum Bildungsgipfel zu finden:

  • Wer ist dort
  • Welche Themen werden diskutiert, mit welchem Ergebnis

Wenn jemand etwas dazu weiss, möge er es doch bei den Kommentaren hinterlassen.

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