Bildung an der Schnittstelle Analog und Digital

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Fever statt Google Reader

Nachdem Google gestern bekannt gab, den Reader aus dem Portfolio zu entfernen, habe ich kurzerhand mein Evernote aktiviert, weil erst vor kurzem Spiegel online eine selbstgehostete Alternative vorstellte. Fever heißt das gute Stück Software und soll mehr können als der Reader, der vor allem die gesammelten Feeds abfragt und die News verwaltet. Fever versucht sich darüber hinaus in der Bewertung der News und unterscheidet die relevanten von den nicht so wichtigen Nachrichten.

Die Installation von Fever ist nicht schwer. Auf der Webseite anmelden und ein zip mit insgesamt 4 Dateien runterladen. Im Gegensatz zu den vielen mächtigen php-Anwendungen war ich sehr überrascht, wie wenig Code es für einen Feedreader braucht. Die Installationsroutine entspricht dem Standard. Auf den Server laden, im Browser die URL bis zum hochgeladenen Ordner eingeben und die Daten für die Datenbank eintragen. Es wird nach dem Prüfen aller Serveranforderungen vor der Installation ein Aktivierungscode generiert, mit dem man Fever kaufen muss. 30$ sind nicht zuviel verlangt, wenn die Alternative künftig auf dem eigenen Server läuft. Auf der anderen Seite kann man sich nicht sicher sein, dass das Geld auch wirklich gut angelegt ist, aber das Risiko war es mir wert.

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Die Installation war inklusive der Bezahlung (geht nur mit paypal) in 3 Minuten erledigt. Da war ich schon sehr überrascht. Es hat wesentlich länger gedauert meine OPML Datei Google zu entlocken. Die OPML-Datei enthält alle meine Subscriptions, also meine abonnierten Feeds. Über Takeout kann man die zwar Downloaden, dabei werden aber auch eine Reihe anderer Dateien generiert, die für meine Zwecke nicht benötigt wurden.

Bei der Wahl von Fever war mir wichtig, dass ich die Feeds auch mit meinem iPhone und meinem iPad abfragen kann. Wie sich schnell recherchieren lässt, bietet Fever zumindest für Android und iOS den nötigen Support. Reeder als sehr bekannte RSS-App unterstützt bisher als einzige App Fever. Und soweit ich das nach einem Tag sagen kann funktioniert sehr gut. Ich habe heute noch einen Cronjob eingerichtet, der Fever alle 30 Minuten veranlasst die Feeds zu aktualisieren. Seitdem ist Reeder auch schneller geworden, weil die Daten jetzt nur noch von meinem Server geladen werden müssen und nicht auch noch eine Aktualisierung aller zur Zeit 131 Feeds vorgenommen werden muss. Ich habe also Feedler (iOS) durch Reeder (iOS) ersetzt und bin auch darüber nicht traurig.

20130317-085421.jpgAuch die mobile Webansicht ist nicht so übel, aber die Weiterleitung an Instapaper und Evernote funktioniert am besten über die App.

Die eigentliche Fever-Funktion, die Gewichtung von Informationen, nutze ich zur Zeit noch nicht, weil ich in den letzten Jahren immer nur so viele Feeds abonniert hatte, wie ich täglich bearbeiten konnte. Wenn ich jetzt durch die Priorisierung mehr Feeds verarbeiten kann, werde ich die Funktion sicherlich ausprobieren.

Worum gehts hier?

@gibro schreibt über den (bisher) schmalen Pfad an dem sich die analoge und die digitale Welt treffen. Welche Möglichkeiten sich daraus für die Bildungspraxis ergeben ist Inhalt dieses Blogs.

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