Bildung an der Schnittstelle Analog und Digital

Einträge mit dem Schlagwort Software

Seminarplanungstools

Für die pädagogischen Planungen meiner Seminare arbeite ich schon seit Jahren mit Tabellen, in denen ich die Zeiten, Themen, Materialien und Bemerkungen/ToDos festhalte. Seitdem ich fast ausschließlich auf digital vorliegendes Material zurückgreifen kann, ist das besonders effizient. Die lokal erstellten Tabellen sind im Laufe der Jahre ins Netz gewandert. Dort ist es vor allem Google Docs, dass mich bei der kollaborativen Planung von Seminaren unterstützt. Weiterlesen »

Android – Rechtfertigung für einen Ausstieg

Apfel als Android CC by 3.0 by Tsahi Levent-Levi (flickr)

Apfel als Android CC by 3.0 by Tsahi Levent-Levi (flickr)

Apfel als Android CC by 3.0 by Tsahi Levent-Levi (flickr)

Das wichtigste an einem Smartphone ist nicht die Hardwarehülle, sondern sein softwarenes Innenleben. Und das ist das Problem. Wenn also das Betriebssystem für die Benutzung so wichtig wird, sollte man es lieb haben und pflegen. Bei Apple ist es Teil des Konzepts, Hard und Software miteinander zu vernähen. Bei Android könnte es auch so sein, aber die Hüllenbauer nehmen das Freie Betriebssystem und knallen es lieblos auf ihre Telefone. Von Integration kann nicht die Rede sein und von liebhaben schon gar nicht. Vielleicht wird mal ein eigenes Widget entwickelt, was ein HTC von einem Sony-Gerät unterscheidet, in Wirklichkeit haben aber Hardwarebauer und Softwareprogrammiere kein Interesse aneinander. Und das merkt man dem Android Betriebssystem leider auch an. Es hat Latenzen und es wird nicht weiterentwickelt. Das Betriebssystem altert also mit seiner Hülle und das müsste nicht sein. Apple stellt auch noch nach 2 Jahren Updates für ältere Geräte zur Verfügung.

Während Android die Verschränkung zwischen den einzelnen Apps deutlich besser managed ist es Apple egal, solange die eigene Infrastruktur darunter nicht leidet. Android ermöglicht also eine wesentlich bessere Verknüpfung des Apps untereinander, ohne, dass die Apps das speziell vorsehen müssen. Damit werden die Apps vom Betriebssystem berücksichtigt. Das macht das Arbeiten in mobilen Anwendungen flüssiger. Wenn ich also im Google Reader einen interessanten Beitrag an Instapaper weiterleiten will, muss dass nicht der Appentwickler berücksichtigen, sondern das Betriebssystem schlägt die in Fragekommenden Apps vor. Natürlich haben auch hier die Entwickler entsprechendes vorgesehen, aber viel offener, weil hier das Betriebssystem als Vermittler dient, und nicht die Apps selber, wie bei iOS.

Sicher ist aber, dass Hardware mit Android nur dann eine Chance haben wird, wenn sie integriert wird. Ein Beispiel ist der Kindle Fire von Amazon. Das Geschäftsmodell von Google sieht es zumindest bisher noch vor, dass jeder Anbieter eigene Ökosysteme aufbauen kann. Amazon macht auch das vorbildlich und stellt einen eigenen AppStore auf die Beine. Wenn sie dafür sorgen, die Android-Updates schnell zu adaptieren und für ihre Geräte zu Verfügung stellen, könnte das eine Zukunft für Android sein.

Ich hatte in einem früheren Posting noch erklärt, wie man seinen Androiden befreit. Die Motivation war Frustration, aber das macht es auch nicht besser. Die Geräte sind zwar nicht mehr vollgespamt mit Werbeapps, dafür bleibt das Betriebssystem mit dem Gerät unverheiratet. Es lässt sich zwar die jeweils aktuelle Version installieren, aber es wird wahnsinnig langsam. Und das ist die Basis für eine Rechtfertigung eines zeitweisen Ausstiegs. Das Nicht-Binden an ein System schafft keine Abhängigkeiten, rede ich mir zumindest ein. Bisher hat das immer sehr gut funktioniert.

Worum gehts hier?

@gibro schreibt über den (bisher) schmalen Pfad an dem sich die analoge und die digitale Welt treffen. Welche Möglichkeiten sich daraus für die Bildungspraxis ergeben ist Inhalt dieses Blogs.

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