Annotieren statt kommentieren

Ich habe Annotations-Plugins schon ziemlich lange auf dem Zettel stehen, aber bin nie ernsthaft dazu gekommen, mir das für WordPress anzuschauen. Zumindest habe ich jetzt einen Überblick und wäre interessiert an eurer Meinung.

Update:

Der Test hat ergeben, dass das Plugin Factlink nur bedingt geeignet ist, es wurde deinstalliert und eine annotierende Kommentierung ist nicht mehr möglich.

Was genau ist eigentlich ein Annotations-Plugin?

Im Gegensatz zu den allseits bekannten Kommentaren, die am Ende eines Blogbeitrags zu finden sind, können Annotationen kontextbezogen in den Text, bzw. Absatz integriert werden. Es gibt ja eine Reihe an Diensten, die damit recht erfolgreich sind, wie zum Beispiel DiigoSobooks oder Google Drive. Ich selbst bearbeite in der Regel auch pdfs oder andere Texte in dem ich in den Text reinschreibe. Dabei mache ich sowohl von der Highlighting-Funktion als auch von den Kommentaren/Notizen Gebrauch. Häufig will man sich ja im Text auf eine bestimmte Stelle beziehen um Zustimmung, Ergänzung oder Kritik hinzuzufügen. Das ist nicht nur auf Papier möglich, sondern auch mit WordPress. Meine kleine Recherche zu Annotation-Plugins hat ergeben, dass es im Moment nur 2 gibt, deren Entwicklung nicht schon vor mehreren Jahren eingestellt wurde:

In beiden Fällen wird ein Account bei den jeweiligen Diensten benötigt, um die Annotationsfunktion nutzen zu können.

Diveling annotation layer

Auf einem Screenshot des WordPressplugin, sieht man die NYTimes abgebildet, die offensichtlich dieses Plugin nutzt. Es wirkt sehr aufdringlich und unübersichtlich. Ich habe mich letztendlich dagegen entschieden, nachdem ich die FAQ laß:

Q: Where are the annotations stored? Are they kept on my site?

A: All annotations are stored on Diveling’s secured servers. Annotations are not stored on the server side of your WordPress page. There is no cost for any amount of annotations that are created on your page.

Da dachte ich, 2 Dinge stimmen da nicht:

  1. Die Kommentare werden nicht bei mir, sondern beim Anbieter gespeichert und
  2. Der möchte dafür auch kein Geld sehen, egal, wie viele Kommentare sich anhäufen.

Factlink for WordPress

Das Plugin funktioniert ähnlich: Ein Login zu Factlink ist erforderlich um annotieren zu können, aber die Kommentare werden bei mir in der Datenbank abgespeichert. Sicherlich werden sie auch noch bei Factlink abgespeichert, aber Herr der Daten bleiben, ist schon mal viel wert. Ich habe Factlink installiert und so eingestellt, dass ich selbst bestimmen kann, wann Annotationen überhaupt in Beiträgen möglich ist. Für diesen habe ich es jetzt mal freigeschaltet. Ausserdem kann die Kommentarfunktion weiterhin genutzt werden.

Wie ihr annotieren könnt

Rechts neben jedem Absatz findet ihr ein graues Kreuzchen. Das ist nur zu sehen, wenn ihr den Blog mit einem Desktop-Browser öffnet, auf mobilen Geräten funktioniert das Plugin nicht. Von rechts schiebt sich dann eine Spalte über das Blog, das alle Annotationen in Diskussionssträngen darstellt, sofern es welche gibt.

Es handelt sich ja auch bei Annotation und Kommentar um zwei ganz unterschiedliche kommunikative Akte. Bei Anmerkungen im Text geht es um einen konkreten Kontext, bei einem Kommentar am Ende des Blog um das große Ganze. Vielleicht hat ja jemand Lust, das auszuprobieren.

4 Gedanken zu „Annotieren statt kommentieren“

  1. Das mit dem extra Account ist richtig, aber! Es installiert ein neues Theme und baut deine gesamte Webseite in ein „Forum“ um. Das wollte ich eigentlich gar nicht. sondern nur eine ins vorhandene Design eingebettete Kommentarfunktion. Kann also deutlich mehr, als man will.

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Annotieren statt kommentieren