Symbaloo, die plattformübergreifende eierlegende Wollmilchsau

Mit PLEs experimentiere ich ja schon länger rum, siehe hier und hier. Und ebenso lange bin ich auf der Suche nach einem Tool, das die PLE darstellbar und mit anderen tauschbar macht. Idealerweise dockt die PLE direkt an die API der jeweiligen Webapps an und stellt mir alles in einer von mir selbstgestalteten Umgebung dar. Sowas ähnliches macht Symbaloo. Es wird also mal wieder Zeit für die Vorstellung eines Tools. Symbaloo selbst hat ein Video produziert, in dem der Dienst erklärt wird.

Symbaloo basiert auf sogenannten Webmixes, die in Gallerien veröffentlicht werden, die auch durchsuchbar sind. So kann man zum Beispiel einen Webmix für den Englischunterricht finden. Ich habe sogar einen Webmix zu Geocaching gefunden. Eigene Webmixe können abonniert werden und man selbst kann schauen, wer den selbst erstellten Webmix nutzt.

Symbaloo stellt ein Raster zur Verfügung, in dem Webapps wie die Apps auf einem Smartphone repräsentiert werden. Durch unterschiedliche Farben können sie gruppiert werden. Einige wenige sogenannte Blöcke sind als Widgets nutzbar, die eine Funktionalität in Symbaloo selbst einbetten. Dazu gehören diverse Suchmaschinen, aber auch Kalender, Uhr, Rechner, Notizzettel, Twitter, Facebook, halt alles, was auf einen vernünftigen Desktop gehört. Darüber hinaus, kann man RSS-Feeds direkt in Symbaloo einlesen. Sie werden dann im Mittelteil dargestellt. Ein Plugin für Firefox und Chrome ermöglichen die einfache Erstellung von Blöcken für den eigenen Webmix.

Anwendungen in pädagogischen Kontexten

  • Mit Symbaloo können einfach Webquests zu unterschiedlichen Themen entwickelt werden, in dem Links zu Webseiten zusammengestellt werden
  • Das Tool eignet sich auch sehr gut zur Darstellung der eigenen PLE. Durch die schon benannten Webmix-Galerien können auch PLEs getauscht werden.
  • Für ein Seminar kann die Aufgabe formuliert werden, ein vorbereitetes Linkchaos durch das einfache Drag and Drop in die „richtige“ chronologische Reihenfolge zu bringen.
  • Man kann die quadratische Anordnung auch als ein Raster mit 2 Dimensionen (eine x- und eine y-Achse) verstehen, die Aufgabe könnte sein: Ordne die Links xyz in diesem Raster an.
  • Ein Webmix kann sicherlich auch die Grundlage für einen Vortrag sein, wenn dieser sich zum Beispiel an Webseiten zu Anschauung entlang hangelt.

Und das Beste

Symbaloo ist in html5 entwickelt worden und lässt sich somit auch schmerzfrei auf mobilen Endgeräten darstellen. Auch das iPad hat keine Probleme mit der Darstellung. Wenn eine Verknüpfung auf dem Tablet-Desktop erstellt wird, fühlt sich Symbaloo wie eine App an. In dieser App können alle für das Seminar, den Unterricht relevanten Links angeordnet werden. Die Teilnehmenden können aber auch bestehende Webmixe erweitern bzw. an ihre Erwartungen anpassen.

Ich habs auf meinem iPad und auf meinem Android Handy „installieren“ und habe mir alle wichtigen Links und Widgets zusammengestellt. Durch html5 ist es betriebssystemübergreifend. Die Webmixe können auch auf anderen Webseiten eingebettet werden, allerdings nur in der Auflösung 920 x 600 px. Das ist leider ein wenig zu groß für mein Blog, deshalb hier nur als Link.

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