Bildung an der Schnittstelle Analog und Digital

Mixlr – Podcasts live senden für Anfänger

Logo von Mixlr

Meine Versuche Podcasts live zu senden, sind bisher mehr oder weniger gescheitert. Ich wollte aber nicht länger auf die Rückmeldungen der Hörerinnen verzichten. Vor einiger Zeit habe ich Mixlr entdeckt. Nach ersten Tests bin ich sehr begeistert. Die erste Wahl für einen Audio-Livestream ist Xenim, zumindest, wenn man der Podlove-Podcast-Community entspringt. Nach der Installation von Nicecast hat man es fast geschafft. Dann muss nur noch Xenim eingerichtet werden und wenn man da nicht alles richtig macht, nervt man die App-Nutzenden mit ständigen Hinweisen, dass jetzt die Sendung xyz live geht. Für den blutigen Anfänger kann man da zuviel kaputt machen.

Unangenehme Erfahrungen mit Xenim während des Live-Sende-Projekts Eduradio hat mich dann auf den Pfad des Selfhosting geführt. Ich habe mir also auf einem Server bei den ubernauten (suche auf der Seite nach gibro) eine eigene icecast Installation  gebastelt. Aber auch hier war die Verbindung zu Nicecast, die Nutzung der richtigen Ports und die Anbindung an einen IRC nicht komfortabel zu handhaben – Auch nichts für blutige Anfänger.

Vor einiger Zeit bin ich auf Mixlr gestoßen. Die Oberfläche macht den Eindruck, dass man hier auch dann livestreamen kann, wenn noch weitere 3 Aufgaben parallel anliegen:

  • Podcast-Aufzeichnung
  • Aussteuerung der Gesprächspartner_innen
  • Anmoderation

Eigentlich will man auf einen Knopf drücken und sich um nichts mehr kümmern müssen, vor allem nicht darum, ob gestreamt wird.

Mixlr ist eigentlich für klassische Webradios gedacht, das dahinterstehende Freemium Model legt zumindest nahe, dass das eigentliche Killerfeature das längere Senden ist. Bei meinen Podcasts löse ich die Begrenzung von einer Stunde während der Testphase bisher so, dass ich den Sendebutton nach einer Stunde erneut klicke.

Zu den Funktionen von Mixlr:

  • Software für alle gängigen Plattformen (zum Senden)
  • Apps für alle gängigen Plattformen (zum Senden und Empfangen)
  • Embedded Code für das Anhören im eigenen Blog bzw. den Ankündigungspost
  • Chat
  • WordPress Plugin
  • Statistik über eindeutige Hörer_innen, Maximale Hörer_innenzahl, Anzahl der Chatbeiträge. Die Statistik ist aber nicht im Web einsehbar, sondern erfolgt nur per Mail, die bestimmten Abständen verschickt wird. Das ist in jedem Fall ausbaufähig. Wieviele Hörer_innen während der Sendung dabei sind, zeigt die installierte Software oder App an.
  • Unbegrenzt viele Hörer_innen im Livestream
  • Speicherung der gesendeten Episoden (weiteres Audio-Backup)
  • Download und Export der Episoden nach Dropbox, Soundcloud, Audioboo, Mixcloud und iTunes

Natürlich handelt es sich um einen fremden Server, das sollte aber beim Livestreaming egal sein, zumal die Episoden nach wie vor im eigenen WordPress gespeichert werden und nicht zwangsläufig auf Mixlr vorgehalten werden müssen.

1 Kommentar

  1. 27. September 2016    

    Ich danke Ihnen für diesen interessanten Artikel. Ein eigenes Radio zu senden ist für viele ein Traum. Heutzutage ist das gar nicht mehr so unrealistisch. Server kann man sich für kleines Geld schnell mieten. Oft gibt es einen Auto DJ dazu. Das Ganze hat man schnell erlernt. Nur mit der GEMA muss man sich schon selbst auseinander setzen. Lizenzen können teuer sein.

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Worum gehts hier?

@gibro schreibt über den (bisher) schmalen Pfad an dem sich die analoge und die digitale Welt treffen. Welche Möglichkeiten sich daraus für die Bildungspraxis ergeben ist Inhalt dieses Blogs.

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