Bildung an der Schnittstelle Analog und Digital

Einträge in der Kategorie: Lernen mit Medien

Scotland Yard Privacy Edition

Vor einigen Wochen haben wir Scotland Yard, Spiel des Jahres 1983 aus den Untiefen des Kellers befreit. Nach den ersten 2 Runden war klar, dass das Spiel ein Update in das Heute braucht. Wie würde man heute Mister X fangen? In einer Welt mit lückenloser Überwachung? Wäre Scotland Yard 2017 entwickelt worden, wären die Taxis von Uber und die U-Bahnen wären videoüberwacht. Wie könnten die Regeln geändert werden, wenn der Standort einer Person zu jeder Zeit bekannt ist?

Während des Aktivkongress ist die Idee entstanden das Spiel zu remixen (Etherpad-Doku der Session), auf dem EducampX hat eine erste Gruppe den Prototypen gespielt und einige Regeln verändert.

Unten findet ihr die zur Zeit aktuellen Regeln. So sollte es auf dem traditionellen Brett spielbar sein. Falls nicht, schreibt mir in die Kommentare eure Regeländerungs-Empfehlungen.


Übergreifend

Die Detektive dürfen nicht mehr miteinander reden, sondern nur noch über einen Messenger. Innerhalb einer festgelegten Zeit (3 min) müssen alle Detektive gezogen haben.

3 Phasen

  • Sondierungsphase: Es ist nicht mehr klar, wer Mister X ist. Dank Vorratsdatenspeicherung könnte es jeder sein, weil jeder verdächtig ist. Die ersten Züge werden darauf verwendet, herauszufinden, wer Mister X ist. Sobald ein Detektiv auf demselben Feld wie Mister X steht, ist das Spiel vorbei. Mister X darf sich also nicht zu weit von der Gruppe entfernen, um sich nicht verdächtig zu machen, aber dennoch so weit, dass wenn er auffliegt, schnell fliehen kann. Es dauert in der Regel 3-4 Züge, um MisterX zu enttarnen. Je länger es dauert, um so weniger Züge wird er am Ende von den Detektiven gejagt.
  • Anschuldigungsphase: Wenn sich die Gruppe einig ist, wird Mr. X enttarnt, dazu darf gesprochen werden, danach verstummt die Gruppe wieder und darf nur über den Messenger kommunizieren
  • Anschließend beginnt die traditionelle Jagd auf MisterX.

Regeln zur Sichtbarmachung von Mister X und Beförderung

  • U-Bahn mit und ohne Überwachungskameras – Die Bilder müssen erst ausgewertet werden, deshalb weiss man bei einigen Stationen erst später, womit Mister X gefahren ist
  • Statt Taxi gibt es Ubertickets, damit kann man zweimal fahren, aber der Einstiegsort durch Mister X muss bekannt gegeben werden
  • Black-Tickets sind in den Händen der Detektive. Sie sind jetzt elektronisch und verschlüsselt, wenn sie eingesetzt werden, können die Detektive einen Staatstrojaner aktivieren um die Verschlüsselung und damit die Tarnung von MisterX zu brechen, allerdings nur einmal. Das Black-Ticket wird anschließend an Mister X übergeben, damit er in der darauffolgenden Runde unsichtbar entkommen kann.

Weitere Ideen

  • Funkloch in einen Stadtteil einbauen, dort gelten dann die alten Regeln

Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0

Das Educamp wird 10 – Was passiert in Neuharlingersiel?

Ein Teil des Orgateams des kommenden Educamps in Neuharlingersiel hat in diesem kurzen Podcast erklärt, wie der Stand der Planung ist und warum es sich lohnt, dabei zu sein:

Übrigens kann man sich noch anmelden.

Eine neue Episode BZT

Drüben im BZT-Podcast habe ich heute morgen eine neue Episode veröffentlicht. Felix hat über sein Sabatical gesprochen und darüber, dass ein Jahr Pause und Abstand neue Perspektiven eröffnet. Weiterlesen »

Digitale Medien und Ablenkung

CC by Pfeifferfranz (wikipedia)

Ich sprach schon bei BZT drüber. Ich merke an mir, bei dem Schreiben von Texten, wie sehr sich mein Hirn den digitalen Möglichkeiten hingegeben hat. Kopieren, Ausschneiden und Einfügen sind bei allem, was ich tue, überlege, erfinde und konzipiere, also wenn ich als Wissensarbeiter funktioniere, zentrale Konzepte. Wenn ich etwas neues zum Beispiel auf einer Tagung höre, beginne ich es nachzurecherchieren, zu strukturieren, in Zusammenhänge (meine Diigo Outliner) einzubetten und schließlich aufzuschreiben. 

Meine Tochter musste letztens einen längeren Text schreiben. Während ich ihr erklärte, wie ich mich an solche komplexen Aufgabenstellungen mache, wurde mir klar, wie schwer es für mich geworden ist, längere Texte linear von oben nach unten zu schreiben. Ich arbeite häufig steinbruchartig an verschiedenen Absätzen/Kapiteln und häufig wird Geschriebenes mit cut + paste an andere Orte verschoben. 

Ich kann mich nicht mehr an die Zeit erinnern, wo ich Texte linear von oben nach unten schreiben konnte, aber bei meiner Deutsch Abiklausur musste ich es noch gekonnt haben, denn die habe ich komplett auf Papier geschrieben, seitenlang. Heute fällt es mir schwer, Gedanken auf Papier zusammenzuschreiben, weil die Struktur beim Schreiben entsteht und sich verändert. Dafür ist Papier nur bedingt gut geeignet. Outliner bilden exakt die Arbeitsweise ab, die mir beim Strukturieren von Informationen hilft. Hier kann ich ganze hierarchische Bäume verschieben, anderen Strukturen unterordnen oder einfach auch nur in andere Zusammenhänge kopieren. Ich kann beliebig komplex werden und Komplexität sichtbar machen oder verbergen.

Die Außensicht auf das meinen Weg Zusammenhänge hervorzubringen muss sehr chaotisch wirken. Es ist geradezu die Ablenkung, also das Springen zwischen den Kontexten, das mir hilft, Zusammenhänge herzustellen. Was wenn wir in Lernprozessen Menschen zwingen, linear zu lernen, und das tun wir, solange Papier unser Datenträger von Wissen bleibt. Erst die Nutzung digitaler Werkzeuge ermöglicht, alinear zu rezipieren, das wissen wir spätestens seit unseren Untersuchungen zu Hypertexten.

Ich glaube, in der heutigen Schule würde ich mit meiner digitalen Sozialisation untergehen. Vielleicht geht es einigen Kindern genauso?

10 Jahre BYOD im DGB Bildungswerk

Ich habe für wb-web.de meine Erfahrungen mit Bring your own device in der politischen Bildungsarbeit zusammengefasst:

Making-Aktivitäten mit Kindern und Jugendlichen. Handbuch zum kreativen digitalen Gestalten

Zusammen mit Ralf Appelt habe ich einen Beitrag zum offen lizenzierten Handbuch “Making-Aktivitäten mit Kindern und Jugendlichen. Handbuch zum kreativen digitalen Gestalten” beigetragen. Wir haben den Medienpraxisabend vorgestellt. Der Artikel aus dem Buch ist mittlerweile auch im Medienpraxisblog erschienen. Weiterlesen »

Tour d’ Internet

Ich habe auf der Jahrestagung der Transferstelle politische Bildung darüber gesprochen, welche Unterschiede zwischen digital und analog uns daran hindern, eine Pädagogik mit digitalen Medien zu entwickeln: Weiterlesen »

Educache zu Martin Luther King

By martin luther king (wikipedia) [Public domain], via Wikimedia Commons

Für den re:publica-geocache habe ich die Geschichte “Let my people go” von Stefan Appelius, erschienen bei einestages und chrismon, ausgewählt. Sie erzählt die Geschichte von Martin Luther King, der am 13. September 1964 unangekündigt in Ost-Berlin eintraf. Ein geistlicher Bürgerrechtler trifft auf das DDR System. Eine recht brisante Begegnung. Der Cache lädt ein, diese Geschichte noch einmal an den original Schauplätzen zu erleben.

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Der Educache (Text) auf dieser Seite steht unter der CC BY 4.0 DE Lizenz. Der Name des Autors soll wie folgt genannt werden: Guido Brombach für dotcomblog.de. Urheberrechtliche Angaben zu Bildern / Grafiken finden sich direkt bei den Abbildungen.

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Mauergeschichte: Der Einfluss der Medien auf den Fall der Mauer

CC BY-SA 3.0 by Lear 21 (wikipedia)

Der Fall der Mauer ist eine Verkettung kurioser Ereignisse und Missverständnisse, die am Ende jenseits aller Diplomatie dazu geführt haben die Grenze an der Bornholmer Straße zu öffnen. Die Tour zeichnet die letzten Stunden bis zur Maueröffnung mit Hilfe der Dokumente auf Chronik der Mauer nach.

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Mauergeschichte: Die Flucht mit der Seilbahn

Eine der spektakuläreren Fluchten war die der Familie Holzapfel mit einer selbstgebauten Seilbahn im Angesicht der russischen Besatzer vom Haus der Ministerien hinter die Westdeutsche Grenze. Das alles konnte nur gelingen, weil die Holzapfels von den Soldaten für ostdeutsche Spione gehalten wurden, die in den Westen geschleust wurden. Niemand anders wäre so offensichtlich vor den Augen der russischen Soldaten geflüchtet.

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Mauergeschichte: Sprung in die Freiheit

By Jotquadrat (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Vor einigen Jahren habe ich 4 Mauergeschichten konzipiert. Die einzige, die damals umgesetzt werden konnte war Tod an der Mauer. Aber weitere 3 harren auf den Moment ihrer Entdeckung. Neben den hier zu findenden Stationen gibt es noch Material, das nicht weiter verfolgt wurde und sicherlich überarbeitet werden müsste, aber einen guten Ausgangspunkt liefert, eine Tour durch das geteilte Berlin zu erstellen. Auch wenn das Konzept damals ganz stark von einer App ausging, kann man es natürlich auch als klassische Schnitzeljagd oder QR-Code Rallye gestalten.

Schuhmann ist mit Sicherheit der bekannteste Flüchtling, nicht wegen seiner spektakulären Flucht, sondern weil das Bild des über den Stacheldraht springenden Soldaten Teil unseres kollektiven Gedächtnisses geworden ist und jeder dieses Bild schon einmal gesehen hat. Der Cache erzählt die Geschichte hinter dem Bild über Schuhmann selbst.

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Educache: Die letzten Tage von Wilhelm Leuschner

CC by 4.0 by Guido Brombach

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Worum gehts hier?

@gibro schreibt über den (bisher) schmalen Pfad an dem sich die analoge und die digitale Welt treffen. Welche Möglichkeiten sich daraus für die Bildungspraxis ergeben ist Inhalt dieses Blogs.

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