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Die Unsicherheit wächst

Die Unsicherheit wächst

Habe gerade mit einer Interneteinführungsseminar begonnen. Die Erwartungen der Teilnehmer lassen darauf schließen, dass der Umgang mit dem Internet zunehmend von Unsicherheiten bestimmt ist. Da tut sich doch eine ganz neue Form von Digital Divide auf, der die Menschen zunehmend aus dem Internet verdrängt, die sich dort nicht mehr sicher fühlen. Während die einen munter und sorglos ihre Daten im Internet preisgeben, sorgen sich die „Neulinge“ was da so alles passieren kann, man hört ja da schlimme Geschichten… . Ein wenig gesunder Menschenverstand und die Befolgung einiger Grundregeln kann aber schon helfen:

  1. Vertraue nicht den Voreinstellungen. Schaue dir die Einstellungen deines Browsers an. Dinge die du nicht verstehst, veränderst du auch nicht, alles andere zumindest mal lesen, damit man weiß, was man überhaupt alles einstellen kann.
  2. Viele Browser möchten sich auf der Basis deines Surfverhaltens individualisieren, also an den Nutzer anpassen, jede Anpassung erfordert Daten von dir. Je weniger Daten über dich gespeichert sind, ob lokal oder im Netz umso besser. Der Weg liegt sicherlich in der Mitte.
  3. Statt den Explorer auf Firefox zurückgreifen und mit entsprechenden Erweiterungen verhindern, das auch andere meine Daten speichern können.
    – z.B. Customize Google. Hier kann die Google-Werbung abgeschaltet und die Google-Cookies anonymisiert werden, damit das eigene Surfverhalten nicht abgespeichert wird.
    – Mit BugMeNot können Zwangsregistrierungen umgangen werden, in dem man Daten aus einer Datenbank nutzt
    – Mit Locationbar kann man sich vor gefälschten URLs schützen, bzw. diese besser erkennen

Das Netz ist Beta

Das Netz ist Beta

Joomla 1.5Eine Eigenschaft des Web 2.0 ist, dass fast jeder Angebotene Dienst wohl nie so richtig aus der beta-Phase herauskommt. Wenn es soweit ist, werden wir wahrscheinlich alle vom Web 3.0 sprechen. Was meint eigentlich Beta?

– Beta bezeichnet in diesem Fall den Entwicklungsstand einer Software. Während Alpha der Entwicklungsprozess ist, in dem die Software noch nicht benutzt werden kann, kann in der Regel die Beta-Version für experimentelle Zwecke eingesetzt werden, sie eignet sich allerdings nicht für den laufenden Betrieb, dafür ist sie noch viel zu fehlerhaft.

Joomla 1.5 ist seid Januar nicht mehr Beta. Es war jahrelang Beta, aber seid Januar ist eine stabile Version des beliebten Content Management Systems im Netz herunterladbar. Viele Nutzer haben genau daruf lange gewartet. Glücklicherweise sind alle Webseiten, die man mit Joomla 1.5 erstellt wiederum beta und somit passen sie recht gut ins Web 2.0. Das liegt wohl daran, dass die Coredateien von Joomla zwar mittlerweile stabil laufen, aber es keine vernünftigen Templates oder Komponenten/Module gibt, die auch nur halbwegs stabil laufen.

Das ist so, als würde es ein stabiles Betriebssystem geben, aber keine Anwendungen, die benutzbar wären. Damit ist das ganze System eigentlich unbrauchbar.

Nach einer Woche Seminar und haarsträubenden Erfahrungen mit Joomla 1.5 kann ich jeden im Moment nur vor dieser Version warnen. Dann lieber doch noch ein paar Monate warten, in der Hoffnung, dass das die Entwickler nicht genau so sehen.

Lighning für Thunderbird

Wer einen Google-Kalender hat und diesen in seinen Thunderbird integrieren will, der kommt um Lightning nicht herum. Wer so wie ich auch noch Linux nutzt, hat erstmal ein Problem, wenn er die Erweiterungen für Thunderbird nicht über die Debian Packetquellen installiert, sondern die normalen xpi’s von diversen Webseiten. Lightning wird zwar ohne murren und knurren installiert, aber man kann keine Termine anlegen geschweige denn Kalender importieren. Nach zwei Stunden vergeblicher Suche habe ich es dran gegeben. Ich würde keinen Blogeintrag schreiben, wenn es ein Forum gäbe, dass dieses Problem klärt. Gerade eben habe ich den entscheidenden Tipp gefunden. Im Sunbird-Wiki, der Standalone-Version den Lightning Kalenders, gibt es einen Versionshinweis zur Version 0.8. Dort steht:

Hinweis für Linux-Nutzer:

Stellen Sie vor der Installation sicher, dass auf Ihrem System die von Lightning vorausgesetzte Bibliothek libstdc++5 (Fedora: compat-libstdc++) installiert ist.“

Und die war bei mir nicht installiert. Jetzt tut es, wenn man auch noch den Provider for Google Calendar

    installiert. Kann man sogar seinen Kalender beidseitig synchronisieren.

    Re:publica Generation Always on

    Jetzt war ich 2 Tage auf der re:publica und als ich gerstern nach Hause kam fühlte ich mich so richtig offline. Es ist ein interessanter Schwebezustand gewesen, Ständig zu schauen, wer soalles twittert, was über die SMS-Wand läuft, wer was von welchem Panel hält, obwohl doch alle auch vor Ort waren. Aber dennoch kann man nicht mit allen reden und in 140 Zeichen gequetscht zu werden zwingt dazu sich kurz zu halten. Mir hat das gut getan, aber zu Hause hat keiner verstanden, wovon ich gesprochen habe. Die digitale Boheme muss, das ist jedenfalls klar, geworden ganz andere Fertigkeiten mitbringen, dabei hat sie den Information Overflow schon längst überwunden und spielt nur noch mit den Technologien so ganz nebenbei. Sie sind nicht mehr das Medium sondern nur noch das Mittel, wie der Mund oder die Hände. Es ist eine kleine weitere Schnittstelle geworden.

    Handy und Google Calendar synchronisieren

    Handy und Google Calendar synchronisieren

     Gestern habe ich mir die Finger wund gegoogelt, dabei ist es so einfach, aufmerksam c’t lesen, dort steht, zyb sei ein toller Web 2.0 Kalender. Un das tollste ist, zyb läßt sich mit fast jedem Handy synchronisieren. Zu jeder Zeit sowohl vom Handy, als auch vom Internet aus. Toll, alles läuft nach zyb und die synchronisieren sich mt Google.

    Natürlich gibt es jedem Menge kostenpflichtige Dienste oder solche mit eingeschränkten Möglichkeiten, nur einen Kalender updaten oder so. Zyb ist kostenfrei und auch noch unbeschränkt. Toller nützlicher Dienst mit vielen offenen Schnittstellen.

    Der 1. Tag republica

    Der 1. Tag republica

    Twitterwall_Republica

    Der erste Tag der re:publica geht zu Ende. Neben den hier gebloggten interessanten Impulsen bin ich sehr beeindruckt von dem Vernetzungsgrad während der Konferenz. Es ist unter didaktischen Gesichtspunkten interessant zu schauen, wie z.B. die SMS-Wand die persönlichen Eindrücke der einzelnen Vorträge revidiert, bzw. man sich selber ganz anders damit auseinandersetzt.

    Die Tagung wird während der gesamten Zeit von Handy’s aber auch professionellen Kameras ins Netz gestreamt (natürlich nur während der Tagung zu sehen). Das ist schon wirklich aussergewöhnlich. Ich freue mich auf das, was ich noch kennenlerne.

    „Erinnern wir uns an das Vergessen!“

    Alles was bewußt ins Netz gestellt wird, wird nicht mehr vergessen. Bei Mad.de, dem Internetauftritt einer Großdisko werden die Gewohnheiten der Besucher online gestellt, über Jahre. Dort steht, wann man was zu welcher Zeit getrunken hat. Auch bei Google wird für die Ewigkeit gespeichert, so lassen sich gesellschaftliche Trends ablesen, das geht, weil sie jedes Suchergebis speichern, einschließlich seiner Suchwörter.

    Google weiß mehr über dich, als das du dich über dich selbst erinnern kannst. Erinnern ist schwer, vor allem für den Menschen. Erinnern ist kostspielig und aufwendig. Vergessen ist die Regel, das ist auch biologisch so vorgesehen. Gesellschaftlich hat das zu einer Entwertung der Erinnung geführt. Durch die Digitalisierung ist aus biologischen Vergessen ewiges Erinnern geworden.

    Erinnern wird durch die Digitalisierung zum Kinderspiel. Automatische Volltextindizierung macht das Wiederfinden von Informationen unverhältnismäßig leichter als früher.Kognitiv mußten wir uns nicht darauf vorbereiten, die Datenspeicher des Gehirns auszubauen. Das macht die Abwähung der Wichtigkeit von Informationen in der zeitlichen Bedeutsamkeit schwierig.

    Wenn der Staat Datenschutz nicht mehr will, werden seine Bürger sehr verwundbar. Als Holland zum Wohlfahrtsstaat umgebaut wurde, wurde auch die Religion eines jeden Bürger abgespeichert, als dann die Nazi in Holland einmarschierten, war es ein leichtes, ausschließlich auf die Juden zuzugreifen. Eine scheinbar unwichtige Information wurde so lebensgefährlich. Löschungsnormen haben aber nach heutigen gesellschaftlichen Vorlieben keine Chance. Lieber alles speichern, man weiß ja nicht, wofür man es noch einmal braucht.

    Vorschlag: Verfallsdatum für Informationen definieren. Beispiel Suchanfragen bei Google mit einem Verfallsdatum versehen. So werden die Daten gelöscht, wenn ich es will, sie bleiben aber solange erhalten, wie ich sie brauche. Anderes Beispiel: Das Digitalfoto. Wenn ich aufgenommen werde, habe ich eine Mitspracherecht an dem Bild, auf dem ich zu sehen bin. Man auch solche Bilder mit ienem Verfallsdatum versehen.

    Grundsätzlich geht es um die Möglichkeit einer Wahl. Ausserdem sollte eine Information grundsätzlich mit einer zeitlichen Komponente versehen werden. Erinnern ist die Grundeinstellung, vergessen gerät in Vergessenheit. „Erinnern wir uns an das Vergessen!“

    Bin auf der re:publica

    Bin auf der re:publica

    Gerade angekommen, es füllt sich. Ich habe das Programm vor mir und bin erschlagen, habe noch keinen Fahrplan. Freue mich auf alles. Werde auch versuchen Bilder mit meiner Kamera einzufangen und hier einzustellen. Man soll sich ja immer den Herausforderungen des Lebens stellen. Bin gespannt auf die Keynote von Viktor Meyer-Schönberger Nützliches Vergessen. Ein vielversprechender Titel. Ich werde darüber schreiben.

    Das Medium ist die Botschaft

    Gestern war ich mit der Familie im Zoo, dabei habe ich eine interessante Beobachtung gemacht. Kinder rennen von Gehege zu Gehege und schauen, ob sich ein Tier bewegt. Sollte dann tatsächlich der Löwe den Schlafplatz wechseln, schreit es „ der bewegt sich“ und einem Schnäppchenaufruf gleich füllen sich die Zuschauerreihen und ein Blitzlichtgewitter geht hernieder.

    Ich dachte bei mir, dass ist sicherlich das Ergebnis einer medienvermittelten Welt. Auf der anderen Seite, wenn es kein Fernsehen gäbe, dann würden Menschen sicherlich gar nicht wissen, dass es Löwen gibt. Die diversen Wissensshows vermitteln uns aber, dass der Löwe ein Jäger ist, ständig auf der Jagt oder am Fressen, aber Tatsache ist, das der Löwe ca 70% des Tages mit Schlafen, Dösen oder Chillen verbringt. In den Medien verkaufen sich schlafende Löwen nicht so gut, die müssen sich schon bewegen, das Fernsehen zeigt doch nur bewegte Bilder, dass ist ja das besondere, was aber, wenn sich das Bild nicht bewegt, dann kann es zu Unstimmigkeiten mit der Realität kommen. Sicher wissen wir alle, dass das Fernsehen nur einen Ausschnitt der Realität zeigt, was wir aber bisher nicht wußten ist, dass das Fernsehen keine unbewegten Bilder zeigen kann, weniger aus technischen als vielmehr aus „ästhetischen“ Gründen. Man produziert ja auch keine Zeitung in der nichts geschrieben steht oder man hört auch kein Radio, in dem nichts zu hören ist. Das Fernsehen muss die Bilder bewegen und vielleicht hat das unsere Welt auch so bewegt erscheinen lassen, weil das Fernsehen nicht anders kann. Ein Poster von schlafenden Löwen im Kinderzimmer hätte sicherlich die Erwartungshaltung verändert.

    Der Schockwellenreiter hat 5 Thesen zum Verhältnis von Weblogs und Journalismus veröffentlicht. Im seiner letzten These stellt er eine für mich umstrittene Behauptung auf: „Internet kills the Radio Star“. Danach ist das Internet die Killerapplikation, die mit zunehmender Mobilität alle anderen Medien verdrängen wird. Ich möchte das sehr bezweifeln. McLuhan sagte einmal den bekannten Satz „The Medium ist the Message“ das bedeutet doch jedem Medium liegt sein eigener Charakter zu grunde, der in erheblichem Maß auch den Inhalt der Botschaft mitbestimmt. Wird nun eine Radiobotschaft ins Internet z.B. durch ein Podcast transferiert verliert es seinen Zusammenhang, der Beitrag bleibt zwar seinem Zusammenhang verhaftet, aber die Ankündigung durch den Moderator, der Ausklang der letzten Liedes, der Zwischenruf durch eine Staumeldung all das, was „Life-Radio“ auszeichnet geht durch die Podcast-Konservierung verloren. So denke ich, dass auch nocht in 200 Jahren das Radio nach wie vor von Bedeutung sein wird. Auch Fernsehanstalten und Zeitungen wird es nach wie vor geben, trotz Internet, weil das Medium die Botschaft ist.

    Community als Konsumenten erkennen

    Kaum hat Web 2.0 und damit die Weblogs, Wikis und MySpace s den Einflussbereich der Internetfreaks hinter sich gelassen ist es auch schon vorbei mit der Grassroot-Bewegung. Der bisher nicht zu bewerbende Nischenmarkt ist durch die Communities erschließbar. Und so mischen die großen Verlage und Contentprovider mit um die Gunst des Kunden. Der One-to-one-Market hat die massenhaft erfahrbare Wirklichkeit erreicht. Wie in einem wunderschön geschriebenen Artikel bei Telepolis zu lesen ist, hat Jägermeister eine Community von 50000 Usern um sich geschart. Alle Achtung, Kundenbindung erster Güte und darüber hinaus machen sie es auch noch freiwillig. Eins jedoch gelingt nicht mehr, wenn man den Kunden zum Produser macht. Das eigene Produkt am Markt zu platzieren, es steht nun unter einem unmittelbaren Einfluss des Nutzers, der das Produkt oder zumindest seinen Charme mitgestalten will. Jägermeister, das ist doch der Magenbitter, der Generation 50+. Der hats auf einmal geschafft, In zu sein, wie vor einigen Jahren der kleine Feiglich, der auf keiner Fete fehlen durfte. Eine Bierwerbung zeigt einen Frauenabend, die immer wieder nach den Jungs fragt. Gemeint sind aber nicht die kleinen handlichen Bieflaschen, sondern die hinter den Etiketten verstecken Jungs und Mädels, die auf eine Partnerbörse im Internet verweisen. Eine Community. Ein intelligenter Schachzug und gleichzeitig imageprägend. In sein und in der Community sein, welcher Marke das gelingt, ist die Stammkundschaft sicher, zumindest solange die Community funktioniert.

    Was bedeutet Netzneutralität oder die knappe Ressource Bandbreite

    Bis eben habe ich auf dem vollkommen falschen Dampfer gesessen. Unter Netzneutralität habe ich als eine Anti-Zensur-Kampage verstanden. Jetzt habe ich eben voller Interesse einen Artikel bei Telepolis gelesen und seiddem ist einiges klarer geworden. Netzneutralität bezeichnet eine Diskussion in den USA, Bezahldiensten im Internet mehr Bandbreite einzuräumen als den unbezahlten Diensten, wie z.B. E-Mail. Würde also Web.de den Premium-Kunden, die vielleicht 10 € im Monat für ihren Mailaccount bezahlen, einen schnelleren Zugang einräumen, wäre das falls das Gesetz für Netzneutralität erlassen würde verboten. Aber gerade das scheint der wirkliche Mehrwert einer Netzanwendung zu sein, dass die Bandbreite zunimmt und nicht z.B. Zusatzleistungen angeboten werden (mehr Webspace), komfortable Bedienung.

    Nachdem die OpenSource-Bewegung jede nur mögliche Anwendung auch für den Nicht-Premium-Nutzer zur Verfügung stellen kann, Google den Webspace-Markt mit seinem 1-GB-Account zerstört hat, wird nach neuen knappen Ressource gesucht. Da liegt die Bandbreite nicht fern. Die ist nach wie vor in den Händen der Telekommunikationsunternehmen, die auf der einen Seite die letzte Meile mit schnellen Anschlüssen versorgt und gleichzeitig eine Reihe von Diensten anbietet, die diese Bandbreite benötigen. Das waren bisher alles Lockmittel, um die Breitbandanschlüsse verkaufen zu können, jetzt muss Geld damit verdient werden. Also haben nurnoch die etwasvon der Breitbandleitung, die auch den entsprechenden Dienst bezahlen, die Anderen können das Video-on-demand auch schauen, müssen aber zwischendurch mit Engpässen rechnen, also stockendem Bild etc. Damit hat die Film und Musikindustrie den Konsumenten genau dort, wo sie ihn  schon immer haben wollte. Lad dir doch deinen Kino-Film von einem „kostenlosen“ und natürlich illegalen peer-to-peer-Client runter, wird in Zukunft dann deutlich länger dauern als wenn man den Film bei AOL herunterläde und seine 6Mbit Leitung mal so richtig belasten kann. Kostet dann aber 15€ ist aber darüber hinaus ganz legal.

    Und was ist mit den Bloggern oder den Musikern, die nicht für eine Plattenfirma produzieren, sondern für eine Community im Netz? Was ist mit all den Linux-Produkten? Dabei gibt es sicherlich viele Anlässe bei denen ein Umdenken Sinn machen würde. Weg von der Umsonst-Mentalität, die so vielen Internetnutzern zur Gewohnheit geworden ist, hin zu der Erkenntnis, dass vieles, was im Netz umsonst zu haben ist in wirklichkeit einen hohen Wert hat.

    Wie entsteht ein Hype?

    Wie entsteht ein Hype?

    Harald Taglinger hat bei Telepolis einen recht amüsanten Artikel darüber geschrieben, wie eine Idee zu einem Hype wird und welche Rolle Netzwerke dabei übernehmen. Der Grund für mich den Artikel zu lesen war die Aufmachung "Die Web 2.0 Maschine". Das hat mich angezogen, aber es ging gar nicht um das Web 2.0 und eigentlich refelktiert der Artikel auch eher, das wahrscheinlich alle dachten, es ginge um das Web 2.0 und beim lesen merken, es geht darum, wie ein Hype zu einem Hype wird und es offensichtlich so ist, dass gerade die Inhaltslosigkeit einen Hype auszeichnet. Also in diesem Fall, den Artikel zu ende zu lesen in der Hoffnung, dass es irgendwann doch noch um das Web 2.0 geht. Ein Hype erlegt bestimmte Zwänge auf die Gehypten. Ein Hype ist vor allen Dingen meist etwas sehr kurzfristiges, intensives mit einem gewissen Standing. Von einem Hype geht in der Regel ein gewisser Drang dabei sein zu müssen aus. Etwas entscheidendes zu verpassen, sich als unmodern zu outen, wenn man sich verweigert. Hypes hinterlassen in der Regel aber Rückstände. Sie brausen nicht auf, und verschwinden gleichermaßen wieder, sie hinterlassen Spuren, bei mir und in der Gesellschaft/ Community. 

     Hype, das ist auch eher ein Begriff, der der New Economy

    entlehnt ist. Ein Hype hat offensichtlich immer auch etwas mit dem Internet zu tun. In der Mode spricht man eher von top, modisch oder stylisch oder in, nicht aber von einem Hype. Da scheine ich auch einer Meinung mit der Wikipedia zu sein.