Bildung an der Schnittstelle Analog und Digital

Auphonic – Audiopublishing auf dem eigenen Server

Ich hatte mich mal vor einiger Zeit mit den Vorteilen von Audioboo und Soundcloud auseinandergesetzt. Das war alles gestern, heute ist Auphonic. Auphonic ist der Podcastszene schon länger ein willkommener Dienst. Seit es Auphonic gibt, hat sich die Zeit für die Postproduktion stark reduziert, weil der browserbasierte Dienst auch schlechte Aufnahmen in gute Qualität verwandeln kann und das auf Knopfdruck. Der Dienst hat sich stetig weiterentwickelt. Es kamen Verknüpfung zur Dropbox und (s)ftp dazu. Dadurch brauche ich eine Datei nicht mehr mit meinem Browser hochladen, sondern kann sie in die Dropbox speichern, Auphonic starten und das Endergebnis wird per sftp auf meinen Server geladen, von drort aus kann ich es dann mit WordPress verbloggen.

Auphonic bringt alle dazu erforderlichen Funktionalitäten mit. Seit neuestem gibt es auch eine App, mit der das Handy zum Micro wird und danach die Postproduktion anlaufen kann. Das Ergebnis kann dann direkt im Blog veröffentlich werden. Wer also Herr seiner Daten bleiben will, kann so ganz einfach seinen Workflow von Soundcloud ein wenig umbiegen und hostet die Podcasts in beliebiger Länge auf seinem eigenen Server. Die Kapitelmarken lassen sich noch nicht so schick wie mit Soundcloud setzen, aber es besteht die Möglichkeit nach der Aufzeichnung genaue Zeitstempel mit Stunden, Minuten und Sekunden anzugeben, bei denen eine Kapitelmarke gesetzt werden soll. Was leider (noch) nicht geht, ist als Zuhörer einer fremden Audiodatei Kapitelmarken zu setzen.

Über vorher festgelegte Presets kann man für verschiedene Blogs/Produktionen Voreinstellungen vornehmen. So ist es zum Beispiel möglich, ein Bild in die Audiodatei zu integrieren, den Podcast bzw. die Audiodatei in unterschiedlichen Formaten anzubieten (wie z.B. mp3, ogg, aac, wav) oder um festzulegen, wohin anschließend die optimierte Audiodatei transferiert werden soll. Der entscheidende Vorteil gegenüber allen anderen Plattformen, die ich in diesem Zusammenhang kennengelernt habe ist, dass der Podcastproduzent Herr seiner Daten bleibt, der entscheidende Nachteil ist, dass Auphonic weniger auf Community setzt. Das läßt sich aber kompensieren, in dem der Podcast anschließend über die eigenen Netzwerke verteilt werden kann.

Auphonic hat sich der Postproduktion verschrieben und während die Seminarfeedback-Aufzeichnungen mit dem iPhone auf Soundcloud relativ schlecht zu verstehen waren, hilft Auphonic dem Ton auf die Sprünge. Denn wer hört sich den interesantesten Podcast an, wenn der Ton, auf den es ankommt kaum zu verstehen ist?

Update:

Fühlt euch also eingeladen, euer Feedback direkt zu schicken.

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Worum gehts hier?

@gibro schreibt über den (bisher) schmalen Pfad an dem sich die analoge und die digitale Welt treffen. Welche Möglichkeiten sich daraus für die Bildungspraxis ergeben ist Inhalt dieses Blogs.

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