Bildung an der Schnittstelle Analog und Digital

Kuriositäten aus dem Bundeshaushalt

Offener HaushaltIch bin ein großer Fan des Opendata Networks. Sie versuchen Daten, die der Staat produziert öffentlich zu machen, solange damit keine Persönlichkeitsrechte verletzt werden. Der letzte große “Hack” ist der Offene Haushalt. Das Projekt gefällt mir deswegen so gut, weil die grafische Darstellung Lust macht, sich mit den einzelnen Posten zu beschäftigen, aus denen der Haushalt zusammengesetzt ist. Ich habe mir den Spass gemacht, die für mich kuriosen Posten zusammenzustellen. Es sei aber gesagt, dass sie das Zahlenwerk auf 2010 bezieht, und nicht auf den gerade diskutierten Haushalt 2011:

Wahrscheinlich gäbe es noch viele weitere Merkwürdigkeiten, entscheidend ist, dass ich ein Gefühl für den Staatshaushalt bekommen habe, auch jenseits der einzelnen Resorts. Deshalb ist die Arbeit des Opendata Networks mehr als die Befreiung von Daten, sie ist ein elementarer Beitrag in der Medienerziehung hin zu einem mündigen Bürger.

2 Kommentare

  1. 28. September 2010    

    Ich hinterlasse mit meinem Kommentar nur kurz ein Feedback zu deiner Aufzählung “Aber dann: Ein Netz für Kinder, 1.000.000,00 €. Das Geld wäre besser angelegt, wenn man den Kindern ein gutes Medienkompetenz-Angebot machen würde.”

    Medienkompetenzprojekte, wie du sie in deinem Artikel “Medienkompetenz für Kinder UND Eltern” erwähnst, sind ein weiterer sehr wichtiger Ansatz in der Vermittlung vom Umgang mit den unterschiedlichster Medien. Das Geld, was der Bundeshaushalt für “Ein Netz für Kinder” (1,5 Mio €, davon 1.000.0000,00 vom BKM und 500.000,00 € vom Bundesfamilienministerium ) zur Verfügung stellt, finde ich im Vergleich zu der Filmförderung als gar nichs ;), (gleichen Anspruch habe ich nicht, weil ein Vergleich beider Medien gar nicht möglich ist). Hierbei werden sicherlich nicht immer die besten Projekte gefördert, dennoch finden sich auch hier ein paar Perlen darunter, in denen durchaus Medienkompetenz (meiner Meinung nach) vermittelt wird. Bestes Beispiel ist “Europa zum Anfassen” (http://www.boeser-wolf.schule.de/). Auch werden viele geförderte Internetseiten in reale Projekte integriert.
    Aber, du hast auch recht. Mir ist aufgefallen, dass den Initiatoren und Förderer, wie auch Unterstützern oft auch der Mut für Neues fehlt. Du schreibst in dem vorhin erwähnten Artikel sehr schön: “Gerade mein letztes Seminar hat wieder einmal gezeigt, wie groß die Unsicherheiten sind. In der Konsequenz wird eher auf die Vermeidung statt auf das Verstehen gesetzt. […] Zu groß sind die Vorbehalte und zu schnell der Verbotsreflex.” Gerade, wenn Fördermittel vergeben werden ist der Fördermittelgeber wohl in zweierlei Richtungen übervorsichtig. Er muss dem Steuerzahler Rechenschaft ablegen, wie auch den eigenen Vorgesetzten. Passiert ein kleiner Fehler mit großer Wirkung steht das Programm in Frage. Letztendlich wagt man es nicht, vorpreschende Projeke zu fördern. Dennoch glaube ich, dass einige verdammt gute Projekte unter den Geförderten zu finden sind, die in der zukünftigen Arbeit eines jeden Medienpädagogen miteingebunden werden können. 😉 Letztendlich kommt es auch darauf an, was man aus einem Angebot macht und da diese Projekte mit Steuergeldern finanziert werden, dürfen sie zumindestens in der Anfangszeit nichts in der Benutzung für den Medienpädagogen kosten.

  2. gibro gibro
    1. Oktober 2010    

    Upps, arbeitest du nicht sogar für das Projekt “Ein Netz für Kinder”? Der Posten kommt halt so rüber, als würde das Geld für eine Webseite angelegt. Das wäre viel und im Rahmen eines Bundesprojektes wiederum wenig. Da sind ja die Budgets für Webseiten in der Regel exorbitant und würden zu der genannten Summe passen. stimme dir zu, das Geld ist deutlich besser angelegt, wenn man Menschen bezahlt, die dialogisch Medienkompetenz vermitteln. Das die Infoportale dabei nicht verschwinden sollen, versteht sich von selbst. Es geht um ein vernünftiges Verhältnis zwischen verschiedenen Aktivitäten zur Erhöhung der Medienkompetenz.

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@gibro schreibt über den (bisher) schmalen Pfad an dem sich die analoge und die digitale Welt treffen. Welche Möglichkeiten sich daraus für die Bildungspraxis ergeben ist Inhalt dieses Blogs.

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