Bildung an der Schnittstelle Analog und Digital

Seminarplanungstools

Für die pädagogischen Planungen meiner Seminare arbeite ich schon seit Jahren mit Tabellen, in denen ich die Zeiten, Themen, Materialien und Bemerkungen/ToDos festhalte. Seitdem ich fast ausschließlich auf digital vorliegendes Material zurückgreifen kann, ist das besonders effizient. Die lokal erstellten Tabellen sind im Laufe der Jahre ins Netz gewandert. Dort ist es vor allem Google Docs, dass mich bei der kollaborativen Planung von Seminaren unterstützt.

Natürlich ist das Google Doc auch prima dazu geeignet, Teile eines Seminars in ein anderes zu integrieren, also digitalen Errungenschaften wie cut, copy, paste zu nutzen. Das Problem ist nur die fremde Plattform. Durch Google Drive habe ich aber zumindest das Gefühl, dass die Daten auch auf meiner eigenen Infrastruktur abgespeichert werden. Es bleibt aber ein latentes Unwohlsein. Ich bekomme immer wieder die volle Wucht der Plattform zu spüren und in sofern muss vor allen dingen die kritische Infrastruktur und dazu gehört ohne Zweifel die Seminarplanung, wenn man eigentlich nichts anderes macht, als Seminare zu planen und auf dieser Basis auch durchzuführen, die dauerhafte Suche nach einer alternativen selbstgehosteten Infrastruktur. 

Vor ein paar Wochen kam dann Ralf Appelt mit Trainedon (Ein Einladungslink, der auch meier Freischaltung für Premiumfunktionen zugute kommt) um die Ecke. Für einen gemeinsamen Workshop haben wir es ausprobiert und im Gegensatz zu einer einfachen Tabelle kommt das Tool als mehrdimensionale Datenbank daher. Die einzelnen Elemente können während des Seminars hin und her geschoben werden. Die veranschlagten Zeiten werden mit berücksichtigt und zeigen dir immer an, ob eine Umplanung im Seminarverlauf zeitlich passen würde. Man kann sich Materiallisten ausgeben lassen, man kann natürlich kollaborativ arbeiten. Ihr könnt eine Seminarteilebibliothek anlegen, die ihr mit anderen austauschen könnt, um eure Seminare umzustricken:

Hier noch ein Video, damit ihr euch genauer vollstellen könnt, was Trainedon tut:

Das ist allerdings so schlimmer als Google Doc, weil es ausser pdf keine Exportschnittstelle gibt. Wer sich also auf Trainedon einläßt und nicht mit der Plattformpolitik zurecht kommt muss sämtliche Arbeit dort hinterlassen und kann nichts mitnehmen. Das kann keine Lösung sein! Es muss doch kaufbare Lösungen geben, die analog zu Trainedon funktionieren, sich aber auf meinem Computer/einem Server installieren lassen um dort die Seminarplanung kollaborativ zu bearbeiten. Ich bin für jeden Tip dankbar!

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Worum gehts hier?

@gibro schreibt über den (bisher) schmalen Pfad an dem sich die analoge und die digitale Welt treffen. Welche Möglichkeiten sich daraus für die Bildungspraxis ergeben ist Inhalt dieses Blogs.

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