Bildung an der Schnittstelle Analog und Digital

Cardboard und ihre Apps

CC by 3.0 DE by Guido Brombach

Seit einigen Wochen habe ich verschiedenste VR-Brillen ausprobiert. Der große Player Oculus Rift war nicht dabei, statt dessen Brillen aus der Cardboard Reihe. Mit Googles DIY-Bausatz kann man schon für ein paar Euros eine eigene VR-Brille bauen, die in Kombination mit einem Smartphone ein kleines App-Universum um sich herum entwickelt hat. Ich möchte euch meine bisherigen Erfahrungen schildern, lustige Apps empfehlen und Brillen zeigen, die für 6 Euro selbst ein Bildungs-Budget nicht sprengen werden.

Die Cardboard ist eine Erfindung von Google. Sie basiert auf einem Pappschnittmuster, das man im Internet herunterladen kann. Ausserdem werden zwei Linsen und ein Smartphone benötigt. Bis auf die Linsen, haben die meisten alles zur Hand, was zum spontanen Bau benötigt wird. Die Linsen kann man natürlich kaufen (zumindest Schulen), aber wenn die Logistik-Branche eh gebraucht wird, kann man auch für wenige Euros mehr fertige Bausätze erstehen.

Auf der rp15 bekommt man sie aber auch kostenlos.

Cardboard-DIY-Bausätze/VR Brillen

Ich habe bisher nur diesen Bausatz ausprobiert. Es gibt ihn in unterschiedlichen Größen. Für ein iPhone 6 kann ich die 4,5 Zoll empfehlen. 4,95 € pro Brille ist auch nicht zu teuer. Dazu wird noch Uhu und 2 Wäscheklammern benötigt, um die Brille zusammenzukleben und die Wäscheklammern, um nicht selbst zusammendrücken zu müssen.

Die etwas komfortablere Variante ist hier zu finden. Die Brille muss nicht mehr selbst gehalten werden, sondern wird von den Gummibändern am Kopf befestigt. Die Brille ist etwas teurer, aber für den zukünftigen Einsatz zum Beispiel bei Computerspielen deutlich besser geeignet.

Cardboard Apps

Im Google Play Store gibt es einen eigene Kategorie, in der Apps zu finden sind, die ein stereoskopisches Bild auf dem Handy liefern, und damit die gewünschte Tiefenwirkung / 3D Effekt realisieren. Aber auch im App-Store von Apple sind eine Reihe lustiger Apps zu finden. Vieles davon funktioniert nicht. Um euch die frustrierenden Erfahrungen zu sparen, hier die tollen Apps:

  • Go Karts VR für iOS (wird nach 2 Minuten langweilig, bis dahin ist es ein cooler Effekt)
  • VR Labyrinth (man muss den Weg aus dem Labyrinth finden), iOS, Android
  • Dive City Coaster (Achterbahn mit Kotz-Garantie), iOS, Android
  • Holo (In einer 3D Welt rumrennen, gesteuert durch die Blickrichtung ), iOS, Android
  • Sisters (Horrorgeschichte mit einer Horrorpuppe. Unbedingt mit Kopfhörern ausprobieren, ist ein echter Schocker) iOS, Android
  • Body Swap für Android (basiert auf einem Kunstprojekt: Be another Lab – The machine to be another) Es werden zwei Cardboards benötigt und man sieht das Livebild der anderen Brille. Es erklärt sich am besten, werde das Video zum Talk auf dem 31C3 schaut, danke an Ralf Schlotter

Wer noch weitere Tips hat, ab in die Kommentare.

 

2 Kommentare

  1. 1. September 2017    

    Ein sehr guter Post, der alles ausreichend zusammen fasst. Ich habe mich damals auch durch alle Anfänger-Guides gelesen bevor ich dann nutzliche Information gefunden habe. Sowas ist äußerst hilfreich! Es ist vor allem schön zu wissen, dass alle mal klein angefangen habe. Das ist zwar eigentlich klar, aber wird gern vergessen.

  2. 1. Dezember 2017    

    Klasse Info, Gibro. Habe häufiger die Bausätze für Smartphones gesehen. Danke für den Tipp!

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Worum gehts hier?

@gibro schreibt über den (bisher) schmalen Pfad an dem sich die analoge und die digitale Welt treffen. Welche Möglichkeiten sich daraus für die Bildungspraxis ergeben ist Inhalt dieses Blogs.

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