Bildung an der Schnittstelle Analog und Digital

Zukunft der Arbeit ist die Zukunft der Bildung

Soll Facebook am Arbeitsplatz erlaubt sein oder nicht? Diese Frage impliziert die Annahme, dass Facebook privat ist und damit am Arbeitsplatz nichts zu suchen hat. Wie häufig werden durch die sozialen Netzwerke Arbeitskollegen zu guten Bekannten und wie häufig werden gute Bekannte zu Arbeitskollegen? Das gilt nicht nur für Xing, sondern zunehmend auch für Facebook. Durch die Integration von Gruppen in Facebook nehme ich das noch verstärkter wahr. An der Abgrenzung von Arbeit und Privatleben gab es lange nichts zu rütteln. Die Sorge dass uns der Arbeitgeber zu allgegenwärtigen Sklaven des Kapitals macht war wesentlich größer als das Geschenk, das uns

eine Aufgabe macht, die uns sinnvoll erscheint aber zu einer Entgrenzung und damit zu einer Selbstausbeutung führen kann.

Die Fremdbestimmung ist das Wesen des Angestelltenverhältnis und grenzt als solches den Arbeitnehmer vom Arbeitgeber ab. Ein Großteil dieser traditionellen Arbeitsverhältnisse prägt bis heute die Arbeitswelt. Dazu passt auch ein Bildungssystem, das diese Fremdbestimmung aufgreift und die heranwachsende Menschen formt. Eigeninitiative wird zwar gewünscht, aber auf den Rahmwn kommt es an. Die daraus hervorgehenden Absolvent_innen lassen sich gut in das bestehende System integrieren. Die sogenannten Freidenker und Unangepassten sind in anderen Arbeitsverhältnissen zu Hause.

Schon länger befasst mich die Frage, wenn die Schule und die Ausbildung auf das Berufsleben vorbereiten sollen, warum tun sie es dann nicht? Das war mit ein Grund zusammen mit Stefan aka @hirnrinde das Collaborationcamp ins Leben zu rufen. Es gibt aber noch mehr Fragen, die mich an der Schnittstelle zwischen Zukunft der Arbeit und Zukunft der Bildung interessieren:
# Wie muß ein Bildungssystem gemacht sein, dass auf das Berufsleben vorbereiten soll?
# Welche Kompetenzen brauchen wir wirklich?
# Wie werden/wollen wir in Zukunft arbeiten? Fremdbestimmung vs. Selbstverwirklichung
# Die für mich spannendste Frage: Lässt sich das BGE ( bedingungsloses Grundeinkommen) auf das Bildungssystem übertragen, wobei das knappe Gut nicht Geld, sondern Erfolg ist (allein diese These ist wahrscheinlich schon einen Blogbeitrag wert)?

Hier noch die Map, die ich für eine Educamp-Session vorbereitet hatte:

Disclaimer: Ich bin Verdi-Mitglied und arbeite als Angestellter beim DGB Bildungswerk, also bei dem bundesweiten Bildungsanbieter des größten deutschen Gewerkschaftsbund.

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Worum gehts hier?

@gibro schreibt über den (bisher) schmalen Pfad an dem sich die analoge und die digitale Welt treffen. Welche Möglichkeiten sich daraus für die Bildungspraxis ergeben ist Inhalt dieses Blogs.

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