Ich habe am Freitag das Projekt in Weimar vorgestellt und auch einige Interessenten gefunden. Hier noch mal eine Konkretisierung der Idee:
Es geht um das Wechselspiel von digital und real. Das Web 2.0 soll im Projekt verstanden werden als Widget als kleines Programm, das in die reale Welt getragen wird. Anhand von Geokoordinaten wird deutlich, wie sich ein unsichtbares Netz jenseits des computervermittelten Internets über die Welt gezogen hat. Eben diese Geokoordiniaten sind Grundlage der Webseite geocaching.com. Hier können die Koordinaten auf ein GPS fähiges Endgerät übertragen werden. Sie führen dann den Wanderer zu häufig vergessenen, schönen, empfehlenswerten Orten, manchmal werden auch Geschichten erzählt, aber selten. Innerhab der Geocaching Community soll versucht werden anlässlich der 60 Jahre Deutschland vergessene Geschichten der Demokratie zu finden und in Form von Orten wieder öffentlich auffindbar zu machen. Die Orte sollten sich über ganz Deutschland verteilen und Geschichten zu Personen oder Ereignissen erzählen, denen keine Statuen oder Denkmäler gewidmet wurden. Bei den Caches kann es sich um die ganze Bandbreite der durch Geocaching bereits angebotenen Formen handeln. Von Traditionellen Cache bis zum Rätsel, Event oder Multicache. Für das Projekt werden vor allem gschichtsinteressierte Kooperationspartner aber auch Einzelpersonen gebraucht, darüber hinaus aber auch ambitionierte Geocacher. Die Geschichten sollen inszeniert werden, dabei soll mit dem Verhältnis von digital und real gespielt werden. Ein Beispiel wäre, dass die Cacher vor dem Hintergrund einer Fragestellung die gefundenen Caches loggen und die Logs aus geocaching auf einer eigenen Plattform zusammenzuführen, um so in Echtzeit historische Reflexionen einzufangen. So soll eine neue innovative Form politischer Bildung im informellen, aber dennoch institutionell begleiteten Raum stattfinden können.

Update: Hier noch der Link zur Konkretisierung des Projektes, wie von Jöran gefordert: Geocaching (2204 Downloads)