Bildung an der Schnittstelle Analog und Digital

Poken und Sicherheit

doyoupokenNach der gestrigen Session, dem Kauf eines Poken und der anschließenden persönlichen Unsicherheit habe ich mir die Sicherheitsbestimmungen, also die Datenschutzrichtlinien von doyoupoken einmal genauer angeschaut und war anschließend nicht wesentlich beruhigter.

” In dem du den Service von Poken benutzt, stimmst du automatisch den beschriebenen Datenschutzrichtlinien zu.

Dürfen die das? Ich bin ja kein Jurist, aber schauen wir auf das Highlight:

“Automatisch gespeicherte Informationen. Poken erhält und speichert Informationen, welche automatisch von deinem Computer beim browsen durch das Internet und beim benutzen der Poken-Website übermittelt werden. Die Informationen enthalten Informationen zu deinen Cookies (wie in Paragraph 4 beschrieben)”

Beim benutzen des Internets gespeicherte Daten, die offensichtlich nichts mit Poken und den dort vermittelnden Diensten zu ztun haben werden gespeichert? Dürfen die das? Schauen die in den aktuellen Cache? Wenn heute wirklich der Verkaufsdirektor Deutschland hierhin kommt muss der das erklären oder ich lösche meinen Account, wenn das noch was nützt…

“Wir benutzen die gesammelten Informationen wie zum Beipiel IP-Adressen und Informationen aus den Cookies um Statistiken zu erstellen welche dazu dienen dir ein besseres Poken-Erlebnis zu bieten.”

Na bitte, und was passiert mit den sonstigen Daten, die von anderen Webseiten gesammelt wurden, die in meinem Cache liegen? Ich bin sehr gespannt auf die Antworten und werde auch die hier bloggen. Beim weiterlesen drängt sich mir der Eindruck auf, dass die Datenschutzrichtlinien ziemlich unbedacht formuliert wurden. Rechtschreibung und Zeichensetzung deuten nicht auf eine intensive Bearbeitung hin. Aber das nur am Rande.

9 Kommentare

3 Pings/Trackbacks

  1. 29. März 2009    

    wenn die klitsche zu macht kommen deine daten in die konkursmasse, wenn sie nicht eh schon sowieso regelmäßig an dataminer verkauft werden.

    was der onkel von poken erzählt ist egal, denn du kannt es nicht nachprüfen und er wird dir kaum auf die nase binden was er mit deinen daten treibt wenn es seinem image schadet.

    wenn du nicht willst das bestimmte daten in die freie zirkulation geraten gibt’s nur eins, für sich behalten oder zumindest nicht in die automatische aggregation kommen lassen.

    dienste wie poke sind ideal zu datamining und erstellen von vernetzungsprofilen. finger weg besonders wenn man am ende noch unter klarnamen unterwegs ist.

  2. 29. März 2009    

    wenn die klitsche zu macht kommen deine daten in die konkursmasse, wenn sie nicht eh schon sowieso regelmäßig an dataminer verkauft werden.

    was der onkel von poken erzählt ist egal, denn du kannt es nicht nachprüfen und er wird dir kaum auf die nase binden was er mit deinen daten treibt wenn es seinem image schadet.

    wenn du nicht willst das bestimmte daten in die freie zirkulation geraten gibt’s nur eins, für sich behalten oder zumindest nicht in die automatische aggregation kommen lassen.

    dienste wie poke sind ideal zu datamining und erstellen von vernetzungsprofilen. finger weg besonders wenn man am ende noch unter klarnamen unterwegs ist.

  3. 29. März 2009    

    Hallo,

    ich denke, deine letzte Vermutung ist eher der Fall. Bei Poken handelt es sich meines Erachtens nach nicht um einen geplanten Service, sondern um ein Hals über Kopf explodierendes Startup. In so fern denke ich eher, dass man sich über die Datenschutzbestimmungen wenig Gedanken gemacht hat.

    Allerdings: bei der Übertragung deiner Daten an die Poken-Webseite werden keine Daten übertragen, außer einem http-Request an die Poken-Webseite mit den inzwischen von dir gepokenten Leuten. Das kann man auch leicht nachvollziehen, indem man sein Poken an den Rechner anschließend und die “start_poken.html” öffnet. Bei einem solchen Aufruf können nur Cookie-Informationen der gleichen Domain übertragen werden, beispielsweise um zu prüfen, ob du bereits eingeloggt bist.

    Es ist Poken S.A. also nicht möglich, deinen Webcache oder Cookies anderer Domains auszulesen.

    Wenn du dir um Sicherheit übrigens Gedanken machst: Poken bietet auch eine https-gesichterte Version ihrer Seite an: https://www.doyoupoken.com.

  4. 29. März 2009    

    Hallo,

    ich denke, deine letzte Vermutung ist eher der Fall. Bei Poken handelt es sich meines Erachtens nach nicht um einen geplanten Service, sondern um ein Hals über Kopf explodierendes Startup. In so fern denke ich eher, dass man sich über die Datenschutzbestimmungen wenig Gedanken gemacht hat.

    Allerdings: bei der Übertragung deiner Daten an die Poken-Webseite werden keine Daten übertragen, außer einem http-Request an die Poken-Webseite mit den inzwischen von dir gepokenten Leuten. Das kann man auch leicht nachvollziehen, indem man sein Poken an den Rechner anschließend und die “start_poken.html” öffnet. Bei einem solchen Aufruf können nur Cookie-Informationen der gleichen Domain übertragen werden, beispielsweise um zu prüfen, ob du bereits eingeloggt bist.

    Es ist Poken S.A. also nicht möglich, deinen Webcache oder Cookies anderer Domains auszulesen.

    Wenn du dir um Sicherheit übrigens Gedanken machst: Poken bietet auch eine https-gesichterte Version ihrer Seite an: https://www.doyoupoken.com.

  5. Guido Guido
    29. März 2009    

    Bin gerade auf der Poken Session im Bcruhr. Das Geschäftsmodell von poken beruht nicht auf Werbung sagt der Salesmanager Deutschland. Auch die Datenschutzrichtlinien sind sehr Beta. Er verspircht diese zu überarbeiten. Warten wir mal ab. Poken soll zu einer Marke entwickelt werden. Wiederspricht das nicht dem nicht auf Werbung basierenden Geschäftsmodell.

  6. Guido Guido
    29. März 2009    

    Bin gerade auf der Poken Session im Bcruhr. Das Geschäftsmodell von poken beruht nicht auf Werbung sagt der Salesmanager Deutschland. Auch die Datenschutzrichtlinien sind sehr Beta. Er verspircht diese zu überarbeiten. Warten wir mal ab. Poken soll zu einer Marke entwickelt werden. Wiederspricht das nicht dem nicht auf Werbung basierenden Geschäftsmodell.

  7. […] es auch kritische Stimmen gab, sah man spätestens am Sonntag immer mehr Leute mit Pokens am Namensschild. […]

  8. […] Dieser Artikel ist inspiriert von einem Gespräch mit Lisarosa auf der relearn bei der re:publica. Auf der Republica kommen geschätze 1,5 digitale Devices auf jeden Besucher. Damit ist die Konferenz ein spannendes Labor für unser Zusammenleben in Anatalien. Tatsächlich gab es bisher keine Konferenz auf der ein stabiler Zugang zum Internet bereit gestellt werden konnte. Ein Großteil der Besucher sind Early Adopters. Sie heißen so, weil sie alles als Erste ausprobieren. Nicht alles setzt sich durch und es bleiben auch immer wieder Technologien auf der Strecke, wie der Poken. […]

  9. 27. September 2013    

    […] habe in meinem Tagebuch geblättert und habe die Stelle gefunden, wo ich über mein erstes Barcamp schrieb (fragt mich nicht, warum das nicht mit dem Datum des Barcamp Ruhr 2 übereinstimmt). Den […]

  1. Poken: Austausch virtueller Identitäten mit kleinen Tieren mit USB-Anschluss » Pottblog on 30. März 2009 at 00:30
  2. Wir sind für die digitale Revolution schlecht vorbereitet on 7. Mai 2012 at 08:56
  3. Blogparade: Mein erstes Barcamp on 27. September 2013 at 12:13

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@gibro schreibt über den (bisher) schmalen Pfad an dem sich die analoge und die digitale Welt treffen. Welche Möglichkeiten sich daraus für die Bildungspraxis ergeben ist Inhalt dieses Blogs.

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